Fritz Strobl begrüßt Stögers Vorstoß zur sozialen Absicherung Selbstständiger

SWV-Wien-Präsident Strobl: Krankengeld für Selbstständige ist ein zweiter Schritt in die richtige Richtung, aber ...

Wien (OTS) - "Ich begrüße ausdrücklich den von Gesundheitsminister Alois Stöger eingebrachten Gesetzesentwurf zur erstmaligen Einführung eines Krankengeldes für Selbstständige und freue mich, dass sich nach langer sozialer Kälteperiode vor allem für Eine-Person-Unternehmen endlich etwas Substantielles tut", kommentiert SWV-Wien-Präsident Fritz Strobl Stögers Vorstoß zur besseren sozialen Absicherung von Menschen, die unternehmerisch tätig sind.

Die soziale Absicherung von Unternehmerinnen und Unternehmern ist immerhin eine Vision des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, die mit dem Gesetzesentwurf des Gesundheitsministeriums "zumindest auf Schiene gebracht" wird: "Zu lange wurden die wahren Lebensrealitäten von Selbstständigen seitens der Politik übersehen, verkannt oder einfach ignoriert - das muss man auch als Politiker selbstkritisch anmerken."

Ein großer Schritt für die Politik, aber ein kleiner Schritt für Selbstständige

"Der vorliegende Entwurf ist sicher ein großer Schritt für die Politik, aber ein kleiner Schritt für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer. Ich werde auch in den kommenden Wochen weiterhin eine starke Stimme für die Selbstständigen sein - nicht immer vor Mikros oder Kameras. Es ist viel ehrliche Überzeugungsarbeit zu leisten", erklärt Fritz Strobl.

Laut Strobl bestehen noch immer - vor allem gegenüber Eine-Person-Unternehmen - Vorurteile und falsche Legenden:
Tatsächlich ist die soziale Lage vieler Unternehmerinnen und Unternehmer traurig - viele leben am oder unter dem Existenzminimum. Besonders Eine-Person-Unternehmen, die durch Krankheit längere Zeit arbeitsunfähig sind und dadurch keine Aufträge annehmen oder erledigen können, brauchen ein soziales Auffangnetz. "Laut Entwurf greift das Krankengeld für Selbstständige erst nach dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit - das wäre keine Hilfe für unsere Eine-Person-Unternehmen. Eine Schließung des Betriebes für 43 Tage bedeutet in den meisten Fällen die Vernichtung der Existenz! Eine schnelle und unbürokratische Hilfe muss daher oberste Priorität haben. Wer schnell hilft, hilft doppelt", sagt Strobl.

Hinzu kommt, dass man im Krankheitsfall bei jedem Arztbesuch mit einem 20%-Selbstbehalt "bestraft" wird. "Deshalb kämpfe ich für die restlose Abschaffung des 20%-SVA Selbstbehaltes - bis er weg ist", verweist Strobl auf eine weitere wichtige Forderung des SWV Wien.

Fritz Strobl stellt abschließend fest: "Die Einführung des Arbeitslosengeldes für Selbstständige war ein erster Schritt in die richtige Richtung, das Krankengeld wird der zweite, die Abschaffung des 20%-SVA Selbstbehaltes der dritte Schritt sein. Viele weitere werden noch folgen müssen!"

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Daniela Swoboda
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien
Daniela.swoboda@swv.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVW0001