FPÖ-Mölzer: Erste Ergebnisse des EU-AKW-Stresstests legen Schließung von Krsko nahe

Erdbebenwarnsysteme werden als unzureichend kritisiert, und Krsko liegt in erdbebengefährdetem Gebiet - Reaktorunfall hätte verheerende Folgen für Kärnten

Wien (OTS) - Die Nutzung der Kernkraft zur Energiegewinnung sei ein äußerst gefährliches Spiel, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu den ersten Ergebnissen des EU-Stresstests für Atomkraftwerke, der diese Woche offiziell vorgestellt werden soll. "Wenn bei fast allen Kernkraftwerken in der EU Sicherheitsmängel festgestellt werden, ist das ein besorgniserregender Befund, der Konsequenzen haben muss", hielt Mölzer fest.

Besonders beunruhigend sei, so der freiheitliche EU-Mandatar, dass in dem Stresstest die Erdbebenwarnsysteme heftig kritisiert werden. "Bekanntlich liegt das slowenische Atomkraftwerk Krsko (Gurkfeld) in einem stark erdbebengefährdeten Gebiet. Im Juli 2004 wurde in der Region von Krsko ein Erdstoß der Stärke 4,9 auf der Richterskala, im Jahr 1976 gar der Stärke 6,0 registriert. Eine atomare Katastrophe ist also jederzeit möglich, und eine solche hätte verheerende Folgen für Kärnten und die südliche Steiermark, weil die österreichische Grenze nur etwa 100 Kilometer entfernt ist", warnte Mölzer.

Angesichts der Störanfälligkeit in der Vergangenheit sei davon auszugehen, dass der EU-Stresstest für den Schrottmeiler Krsko eine lange Mängelliste enthalten werde, betonte der Kärntner FPÖ-Europaabgeordnete. "Daher ist das Atomkraftwerk Krsko, das ein enormes Sicherheitsrisiko für Slowenien und seine Nachbarländer darstellt, zu schließen. Sollte die Laufzeit dieses AKW bis zum Jahr 2043 verlängert und obendrein noch um einen Reaktorblock erweitert werden, wird ein unverantwortliches Spiel mit der Gesundheit der Menschen betrieben", schloss Mölzer.

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