"Thema" am 1. Oktober: Marilyns Martyrium

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 1. Oktober 2012, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Marilyns Martyrium

Marilyn ist zwei Monate alt und hat mehr Knochenbrüche erlitten, als die meisten Menschen in einem ganzen Leben ertragen müssen. Wie konnte es dazu kommen? Ihre Eltern sind in Haft. Sie bestreiten, ihr Kind misshandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Doch warum wurden der Schädelbruch, die Serienrippenbrüche und zahlreiche andere Verletzungen von niemandem bemerkt? Mehrmals die Woche waren zwei Betreuerinnen des Jugendamtes bei der jungen Familie. Auch bei einer Untersuchung im Krankenhaus Oberwart haben die Ärzte keinen Verdacht geschöpft, erst ein Röntgen an der Kinderchirurgie Graz hat die schweren Verletzungen gezeigt. Im kleinen Ort Limbach im Burgenland hat die junge Familie äußerst zurückgezogen gelebt. Nachbarn hatten sich gewundert und den Ortsvorsteher um Kontaktaufnahme gebeten, die 22-jährige Mutter ließ ihn aber nicht in die Wohnung. Nun liegt Marilyn auf der Intensivstation, ihr 15 Monate alter Bruder ist bei einer Krisenpflegefamilie. Markus Stachl und Franz Normann haben recherchiert.

Zwangssterilisationen - ein dunkles Kapitel

Monika, eine behinderte Frau aus Innsbruck, ist gegen ihren Willen sterilisiert worden. Wahl hatte sie keine. Wenn sie den Eingriff vor drei Jahren abgelehnt hätte, hätte sie ihren vom Verein "Lebenshilfe" betreuten Wohnplatz verloren, sagt sie. Heute ist Monika 34 Jahre alt, hat einen Freund und wünscht sich Kinder. Nun möchte sie die Sterilisation rückgängig machen. Noch immer ist das Thema Sexualität und Behinderung ein Tabu. Jahrzehntelang war es gesellschaftlich akzeptiert, dass Behinderte nicht über ihr eigenes Leben entscheiden durften. Das dunkle Kapitel Zwangssterilisationen wurde in Österreich erst 2001 gesetzlich beendet. Doch die Praxis scheint der Theorie nachzuhinken, berichtet Rike Fochler.

"Bewusst gesund - So isst Österreich": Die Eigenbrötlerin - Ein Leben fürs Brot

Vom 22. September bis 2. Oktober 2012 widmet sich der ORF im Rahmen eines "Bewusst gesund"-Programmschwerpunkts mit seiner gesamten Medienvielfalt dem Thema Ernährung: Brot hat ihr Leben verändert -eigentlich wollte die Lehrerin Roswitha Huber ja nur ein Lebensmittel finden, das sie mit ihren Schülern an einem Tag gut erarbeiten kann. Letztendlich ist eine Lebensphilosophie daraus geworden - und ein erfolgreicher Erwerbszweig. "Die Eigenbrötlerin", wie sie von vielen in der Gegend genannt wird, lebt im Rauriser Tal in den Salzburger Bergen. Sie hat sich einen Holzofen gebaut und bäckt Brot. Tausende Interessierte aus aller Welt strömen auf die Kalchkendl-Alm, um von Roswitha Huber das ursprüngliche Handwerk zu erlernen. Die fünffache Mutter hat dafür ihren Job an den Nagel gehängt und ihre eigene "Schule am Berg" gegründet. Gudrun Kampelmüller hat die "Eigenbrötlerin" für Thema besucht.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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