Schultes: Rettung der Bienen durch solide Ursachenforschung gefordert

ÖVP-Umweltsprecher: Eingeschleppte Schädlinge, Varroa und Maiswurzelbohrer bedrohen Bienen, Imker und Landwirte

Wien (OTS) - "Ohne Verschulden der Betroffenen wurden Parasiten eingeschleppt, die bei uns keine natürlichen Feinde haben, fast 30 Prozent der Bienenvölker in Österreich vernichten oder schwere Schäden an der Maisernte verursachen. Grund genug, endlich zu handeln und nicht weiter mit polemischen Debatten wertvolle Zeit zu verlieren", fasste heute, Freitag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes anlässlich der Sitzung des Unterausschusses des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft die aktuelle Diskussion zusammen.

Fälschlicherweise wurde in den letzten Monaten nur der Einsatz der Wirkstoffe zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers in den Mittelpunkt der Ursachenforschung des massenhaften Bienensterbens gestellt. Die Risikominimierung durch rasche Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Landwirtschaft und die ständige Weiterentwicklung der Produkte und Verfahren wurden dabei zu wenig beachtet. Das nachgewiesene Risiko der Bienenschädigung durch die Bekämpfung des Schädlings in der Landwirtschaft betrifft nach den Ergebnissen der Melissa-Studie der AGES nur 0,1 Prozent im Verhältnis der eingesandten Proben zum Bienengesamtbestand. 25 bis 30 Prozent der Bienenvölker überstehen den Winter nicht, weil sie die Varroa Milbe und andere Stressvektoren nicht aushalten. Das ist die wirkliche Herausforderung.

"Wir stellen uns der Herausforderung und setzen Maßnahmen, damit die Landwirtschaft und die Bienen überleben. Anstatt die Ursachenforschung in Richtung Bienengesundheit voranzutreiben, wurde versäumt, Forschungsgelder in Brüssel abzuholen. Die Imker werden im Stich gelassen. Damit muss nun endgültig Schluss sein. Jetzt muss gehandelt und müssen Gesetze, Regelungen und Forschung im Sinne der Bienengesundheit in Angriff genommen werden", so Schultes.

"Wir alle müssen weiter lernen, mit den Bedrohungen durch Schädlinge richtig umzugehen und mit neuen Erkenntnissen die Praxis weiter zu verbessern. Dafür müssen alle ihre Aufgaben und Verantwortungen wahrnehmen - Landwirte, Imker wie auch die Bienengesundheitsbehörden", schloss Schultes.
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