BZÖ-Huber: Regierung verhindert Verbot von Glyphosat

Wien (OTS) - "Die EU-Hörigkeit der österreichischen Regierung ist unzumutbar geworden", so BZÖ-Landwirtschaftssprecher Gerhard Huber nach dem heutigen Unterausschuss Pflanzenschutz im Parlament. "Obwohl Österreich die Möglichkeit hat, den Wirkstoff Glyphosat sofort bis zur Reevaluierung (Neubewertung) zu verbieten, denkt die ÖVP nicht einmal daran".

Huber verweist auf neueste Erkenntnisse, die besagen, dass, anders als bisher angenommen, der Wirkstoff Glyphosat - ein Totalherbizid das alle grünen Pflanzenteile umgehend tötet und dessen Anwendung in Österreich sich in den letzten zehn Jahren mengenmäßig fast vervierfacht hat - keinesfalls schnell abgebaut, sondern im Boden gebunden wird. Dort ist es auch nach mehreren Jahren noch wirksam. Über die Wurzeln wird es dann sehr wohl auch von anderen Pflanzen aufgenommen und schädigt und schwächt wiederum die umliegenden Kulturpflanzen, und zwar nachhaltig. Diese werden anfälliger für Krankheiten.

Anstatt hier aktiv zu kontrollieren und dort zu suchen, wo man die Chemie in unserer Umgebung nicht gleich vermutet, werden Lebensmittel aktuell nicht von der AGES auf das Vorhandensein von Glyphosat getestet. Das ist umso verwerflicher da es seit wenigen Jahren üblich geworden ist dieses Gift auch als so genannten "Erntehelfer", kurz vor der Ernte auch auf unser Brotgetreide aufzubringen. Die Österreichischen Haushalte, die ÖBB; viele Gemeinden und Gärntner und verwenden es teils ungeniert, teils unwissend zur Unterstützung der Faulheit der Anwender, die keine unerwünschten Beikräuter mehr zupfen wollen.

Dass die EU das abgelaufene Glyphosat jetzt einfach so bis 2015 verlängert hat zeigt für Huber deutlich, a wo das tatsächliche Problem liegt: "Ein Landwirtschaftsministerium und die Wirtschaft können niemals - wie im Ausschuss selbst von den dortigen Experten zugegeben - mit der AGES "gut" zusammenarbeiten. So wurde eine diesbezügliche Studie der AGES von der Industrie finanziert. "Aufgabe von hochbezahlten österreichischen Kontroll- und Untersuchungseinrichtungen wie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit muss die Kontrolle sein, nicht die Verbrüderung mit den Verursachen einer profitmaximierten chemischen Welt die man seinen Kindern so nicht mehr hinterlassen kann. Wer unsere Nahrung vergiftet, vergiftet unsere Zukunft. Dass sich die Regierung hier zum Helfershelfer der Gift-Lobby macht, ist verwerflich und zeigt, dass für SPÖ und ÖVP Profit vor Gesundheit geht", so Huber.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0005