AK Tumpel zu Wiener Charta: Kollegen sind die Pluspunkte im Berufsleben

AK Mitglieder per Handzettel bei Charta-Debatte. Frauenberger: Wiener Charta ist großes Solidaritätsprojekt mit über 10.000 Beteiligten

Wien (OTS) - "Super Team", "nette Kollegen" und "wertschätzende Zusammenarbeit", aber auch "Druck und Stress", "lange Arbeitszeiten" und "oft verspätete Gehaltszahlungen": Auf Handzetteln haben die AK-Mitglieder festgehalten, was sie in der Arbeitswelt freut und was sie bedrückt. Die Handzettel lagen im AK-Beratungszentrum aus. Wer im Juni zur AK Beratung kam, konnte sich beteiligen. In nur 3 Wochen haben so 120 AK Mitglieder, die zur Beratung in die AK kamen, ihre Sorgen und Anliegen aufgeschrieben. "Damit ist es uns gelungen, die Menschen direkt in die Wiener-Charta-Debatte um ein besseres Miteinander im Beruf einzubeziehen. Wir reden nicht über die Beschäftigten, wir reden miteinander", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die Handzettel haben einen oft berührenden und ermutigenden Einblick in die Arbeitswelt geliefert. Über 20 Prozent nannten das Thema Stress, Druck. Das bestätigt auch die Ergebnisse umfassender Studien der AK. Und über 30 Prozent notierten, dass ihnen gute Kollegen über viel Ärger im Job hinweghelfen. "Gegen Stress und Druck in der Arbeit müssen wir mehr tun, das bleibt ein Daueranliegen der Arbeiterkammer", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Dass sich aber so viele Beschäftigte spontan positiv über ihre Kollegen und Kolleginnen äußern, ist ermutigend: Die Beschäftigen stützen einander. Das muss weitergetragen werden." In-tegrationsstadträtin Sandra Frauenberger freut sich über die Erfolge der Charta-Aktivitäten der Arbeiterkammer: "Rund 10.000 Wiener und Wienerinnen sind bei mehr als 500 Charta-Gruppen miteinander ins Gespräch gekommen und haben sich über das Zusammenleben in unserer Stadt ausgetauscht. Die Charta wurde damit zu einem großen Solidaritätsprojekt. Auch aus diesem Grund ist es für uns wichtig, dass die Arbeiterkammer als Organisation, in der die Solidarität ein wesentlicher Wert ist, so stark dabei war."

Tumpel übergab gestern die 120 Botschaften aus der Arbeitswelt an die Stadträtin, damit diese in den weiteren Charta-Prozess eingehen. Die AK hatte sich neben der Pinnwand mit insgesamt fünf Charta-Gesprächen in den stadtweiten Debattenprozess eingebracht. Alle fünf Veranstaltungen beschäftigten sich mit Themen rund um die Arbeitswelt: So wurden die Konflikte zwischen berufstätigen Eltern und LehrerInnen diskutiert. Weitere Themen waren: ein besseres Miteinander zwischen RadlerInnen, AutofahrerInnen und FußgängerInnen am Weg zur Arbeit, die Probleme von Eltern in Karenz beim Wiederein-stieg in den Beruf und die Schwierigkeiten im Alltag mit Menschen, die anders sind, andere Sprachen sprechen

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