- 28.09.2012, 11:43:15
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LH Dörfler: Straßenverlegung Süduferstraße auf Eis gelegt
Man gab Projekt nie eine faire Chance und es wurde medial zertrampelt - Flickstiftung: Projektrealisierung nur im Einvernehmen mit Anrainern und Kärntner Bevölkerung
Utl.: Man gab Projekt nie eine faire Chance und es wurde medial
zertrampelt - Flickstiftung: Projektrealisierung nur im
Einvernehmen mit Anrainern und Kärntner Bevölkerung=
Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Seepark Hotel in Klagenfurt nahm heute,
Freitag, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler zur
anhaltenden Diskussion um die Verlegung der Wörthersee Süduferstraße
in Dellach, sie sollte von Anrainerin Ingrid Flick finanziert
werden, im Rahmen einer Presskonferenz ausführlich Stellung. Der
Landeshauptmann las dabei einen Brief von Flick vor, in dem sie ihn
wissen lässt, dass sie derzeit nicht bereit sei, in Anbetracht der
massiven Proteste aus der Bevölkerung das Projekt zu realisieren.
"Die Gegner werden nun zufrieden sein und ich gehe nicht davon
aus, dass die Wutbürger sich noch umstimmen lassen", stellte Dörfler
unmissverständlich fest. Flick wolle das Projekt nur mehr dann in
Angriff nehmen, wenn alle betroffenen Anrainer und die Bevölkerung
einverstanden seien. Solange es Unfrieden gibt, sei es nicht zu
realisieren. Der Landeshauptmann verhehlt auch nicht, dass man aus
dem Projekt ein "Flick-Werk" gemacht habe, ohne es zu hinterfragen.
"Es geht bei der öffentlichen Kritik schon lange nicht mehr um das
Projekt, sondern um eine Person. Es wurde medial zertrampelt, man hat
ihm nie eine faire Chance gegeben und es wurde personalisiert", sagte
der Straßenbaureferent. Weitere Kommentare werde es von seiner Seite
dazu nicht mehr geben.
Der Straßenbaureferent erinnerte auch daran, dass die
Straßenverlegung dem Land aber auch dem Tourismus viele Vorteile
gebracht hätten. "Ein Lückenschluss des Radweges am
Wörthersee-Südufer wäre möglich gewesen und wir hätten drei Kilometer
neuen Radweg errichten können, ohne einen einzigen Euro auszugeben",
präzisierte er. Derzeit sind auf der Süduferstraße 6,2 Kilometer
Radweg fertiggestellt, 9,7 Kilometer sind noch offen. Der Vorwurf,
dass die Anliegen der Anrainer nicht berücksichtigt würden, gehe
ebenfalls ins Leere. "Ohne ihren Konsens geht gar nichts", stellte
sowohl Dörfler, als auch Straßenbauchef Volker Bidmon fest.
Für Arnold Metnitzer, Berater der Familie Flick, ist die bisherige
öffentliche Debatte "unqualifiziert" und "nicht sinnstiftend" geführt
worden. Nun wolle man den Weg der "Deeskalation" beschreiten. "Wenn
diese Bemühungen Erfolg haben, ist Frau Flick bereit, das Projekt
weiterzuverfolgen", betonte Metnitzer.
(Schluss)
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