Berlakovich gegen Zulassung von gentechnisch verändertem Mais

Erzeugung von hochwertigen, gesunden Lebensmitteln gewährleisten

Wien (OTS) - Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich spricht sich vehement gegen die Zulassung einer neuen Genmais-Sorte aus: Die EU-Mitgliedsstaaten konnten sich gestern wieder nicht einigen, ob die Sorte MIR 162, ein Konstrukt, das gegen den Schädling Maiszünsler resistent ist, in der Europäischen Union zugelassen werden soll. Die Zulassung betrifft nicht den Anbau.
"Wir wollen auch in Zukunft gentechnikfrei bleiben. Österreich hat alle von der EU erlaubten gentechnisch veränderten Pflanzen mit einem Verbot belegt. Für die österreichische Landwirtschaft steht die Erzeugung von qualitativ hochwertigen, gesunden Lebensmitteln an oberster Stelle", betont Berlakovich.
Österreich nehme eine führende Rolle bei Gentechnik-Selbstbestimmung in Europa ein. Die EU-Kommission müsse eingehend ihre Zulassungsverfahren überprüfen, betont Berlakovich.
Österreich hat bis jetzt immer in allen Ausschüssen und auch auf politischer Ebene gegen alle GVO-Zulassungsanträge gestimmt. Daran wird sich in der Zukunft auch weiterhin nichts ändern.

Auch gestern wurde weder eine Mehrheit für eine Zulassung noch für ein Verbot dieser Genmais-Sorte gefunden. Auch eine zwischenzeitlich veröffentlichte Studie zur Schädlichkeit von Genmais habe die Positionen nicht verändert.

Insgesamt 13 Staaten stimmten für eine Zulassung des Genmaises als Lebensmittel und Tierfutter, zehn dagegen und vier Staaten enthielten sich. Die Entscheidung liegt nun bei der EU-Kommission.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0002