Nächster Meilenstein im Gemeinschaftsprojekt Salzburgleitung erreicht

Salzburgleitung: deutlich mehr Demontagen als Neubauten, neue Leitung macht Energiewende möglich und verbessert Netzsicherheit

Wien/Salzburg (OTS) - Austrian Power Grid AG (APG) und Salzburg Netz GmbH: Die neue Salzburgleitung ist ein wesentlicher Bestandteil des 380-kV-Sicherheitsrings in Österreich und damit eine wichtige Voraussetzung für die Energiewende. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von über 600 Mio. Euro ermöglicht eine massive Bereinigung und Neugestaltung der Stromnetz-Infrastruktur in Salzburg. Die Projektunterlagen wurden nun finalisiert und den beiden UVP-Behörden (in Salzburg und in Oberösterreich) übergeben.

Mit der Salzburgleitung wird nicht nur die Stromversorgung in den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich deutlich sicherer, sie ist auch Grundvoraussetzung für eine umfassende Bereinigung und Neugestaltung der Stromnetz-Infrastruktur in Salzburg. So wird durch Mitführungen derzeit bestehender Leitungen die Demontage von 678 Strommasten und 193 km bestehender 220- und 110-kV-Leitungen der APG und der Salzburg Netz GmbH in teils dicht besiedelten Gebieten und wertvollen Tallagen ermöglicht. Neu gebaut werden hingegen nur 128 Leitungskilometer mit 451 Masten - und diese großteils in mittleren bis höheren Lagen. Die Anzahl der Maststandorte wird um ein Drittel reduziert. APG-Technikvorstand Dipl.-Ing. Mag. (FH) Gerhard Christiner: "Die Salzburgleitung ist zentraler Bestandteil für ein zukunftsorientiertes Netzkonzept in Salzburg und wichtige Voraussetzung für die Energiewende. Ohne die Salzburgleitung ist etwa ein weiterer Ausbau der Windkraft in Ostösterreich, wie ihn das Ökostromgesetz vorsieht, nicht sinnvoll möglich."

Für die Salzburg Netz GmbH, einer 100 Prozent-Tochter der Salzburg AG, ist die Salzburgleitung eine wichtige Anbindung an das österreichische und europäische Höchstspannungsnetz. Mit dieser Leitung und einer zusätzlichen Netzabstützung durch ein neues Umspannwerk im Pongau kann die Energieversorgung in Salzburg besser abgesichert werden. Der Leitungsbau ermöglicht auch eine Bereinigung und Neugestaltung der Netzinfrastruktur und den Abbau von Leitungen. Weiters können rund 39 km Leitungen der Salzburg Netz GmbH auf der Salzburgleitung der APG mitgeführt werden.

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - die nächsten Schritte im Projekt

Nach Abschluss der langen und intensiven Planungsphase wurden heute die Projektunterlagen - bestehend aus dem Genehmigungsantrag, den technischen Einreichunterlagen sowie der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) - den beiden UVP-Behörden in Salzburg und Oberösterreich übergeben und damit die Genehmigung für das Projekt beantragt. Das nun folgende UVP-Verfahren ist das strengste Prüfungs- und Genehmigungsverfahren, welches die österreichische Rechtsordnung kennt. Die fachliche Bewertung der Salzburgleitung erfolgt durch von der zuständigen UVP-Behörde bestellte Sachverständige aus mehr als 20 Fachgebieten.

Expertenkorridor als Planungsgrundlage

Basis für die Planung der Salzburgleitung war im Wesentlichen jener 800 m breite Trassenkorridor, der von einem Expertengremium bestehend aus Vertretern des Landes Salzburg, der Salzburg Netz GmbH und der APG erarbeitet und am 22. Juni 2010 präsentiert wurde. In den letzten zweieinhalb Jahren wurde ausgehend von diesem Expertenkorridor Schritt für Schritt an der Verfeinerung desselben hin zur nun vorliegenden Trasse der Salzburgleitung gearbeitet. Dabei folgte die APG folgenden Grundsätzen:

  • Planung im Dialog mit den Gemeinden und der Bevölkerung
  • Mensch vor Natur als Richtschnur unseres Handelns
  • Optimierung der Freileitungstrasse entsprechend dem Salzburger Landeselektrizitäts-gesetz (LEG)

In diesen zweieinhalb Jahren wurden über 30 groß- und kleinräumige Trassenvarianten vom Projektteam umfassend geprüft und vor Ort diskutiert. Eine Reihe von Überlegungen, die sich daraus ergeben haben, wurde in das endgültige Projekt aufgenommen.
In dieser Zeit wurde aber nicht nur intensiv geplant, sondern auch viel informiert:

  • über 13.000 direkte Kontakte mit Gemeinden, Grundeigentümern und Anrainern (persönlich, telefonisch und schriftlich)
  • 12 Informationsmessen im Projektgebiet
  • 14.200 Zugriffe auf die Projektwebsite
  • 192 Kontakte über die kostenlose Infohotline

Investitionsschub in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Mit einem Investitionsvolumen von über 600 Mio. Euro bedeutet die Salzburgleitung auch einen ganz wesentlichen Impuls für die Salzburger Wirtschaft. Erfahrungsgemäß verbleiben bei vergleichbaren Projekten etwa 80 Prozent der Wertschöpfung im Inland. Zudem sind die wirtschaftlichen Multiplikatoreffekte beträchtlich, wie Projekte aus der Vergangenheit zeigen. Ausgleichsleistungen bzw. Entschädigungen etwa verstärken unmittelbar die Kaufkraft der Salzburger Bevölkerung und fließen direkt in die Salzburger Wirtschaft. Die Salzburgleitung ist zudem eine wesentliche Voraussetzung für die Verwirklichung der Energiewende in Österreich.

Informationsmöglichkeiten zum Projekt

Die berührten Gemeinden wurden bereits in einer eigenen Aussendung über den aktuellen Projektstatus informiert. Den geplanten Trassenverlauf der Salzburgleitung können sie unter www.apg.at/de/projekte einsehen. Weiters steht für Fragen zum Projekt die kostenlose Infohotline 0800 - 311 680 zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Fritz Wöber
Leiter Kommunikation
Tel.: +43 (0)50 320 - 56230
Mobil: +43 (0)664 828 66 56
E-Mail: fritz.woeber@apg.at
Wagramer Straße 19 - IZD Tower, A-1220 Wien

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