USA: Kalifornien im Rennen um neue Jobs an der Spitze

Österreichische Unternehmen nützen Kalifornien als Testmarkt - immer mehr Niederlassungsgründungen, unterstützt durch "go-international"-initiative

Wien (OTS/PWK661) - Kalifornien liegt im inneramerikanischen Rennen der US-Bundesstaaten um neue Jobs nach North Dakota an zweiter Stelle. Von den in der Rezession verlorenen 1,1 Mio. Arbeitsplätzen wurden ca. 40% wieder gewonnen. Der Beschäftigungszuwachs spurtete im Zeitraum April bis Juli 2012 auf 2,5%, während der US-Durchschnitt vergleichsweise bei 1% lag. "Die Erholung der kalifornischen Wirtschaft wird geographisch und sektorenmäßig breiter. Sie ist auch im Inland spürbar und verhinderte das Abdriften vom bisher schneller wachsenden Küstenbereich mit seinen Hitech-Industrien und Exportzentren. Wachstumstreiber sind Exporte, Energie und der Tech-Boom", berichtet Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Etwa die Hälfte des Exportwertes machen Dienstleistungsexporte wie Ausbildung, Tourismus, Consulting und Gesundheit aus. Direktexporte - vor allem Computer und Elektronikprodukte (30%) - tragen 8% zum kalifornischen Inlandsprodukt bei. Thaler: "Zu den Unsicherheiten zählen die 600 Mrd. US-Dollar tiefe fiskalische Klippe und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und China. Außerdem ist die Arbeitslosenrate Kaliforniens mit 10% immer noch die dritthöchste des Landes."

Für innovative österreichische IT-Start-up Unternehmen hat sich das Silicon Valley dank der erfolgreichen 'Go Silicon Valley'-Technologieinitiative des AußenwirtschaftsCenter Los Angeles und der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zum Kommerzialisierungs-Testmarkt für innovative Geschäftsideen entwickelt. Die Initiative ist Teil des Exportförderprogramms "go-international"des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Thaler: "Als Folge unserer Unterstützungsmaßnahmen werden zur gezielten Marktbearbeitung vermehrt kalifornische Niederlassungen gegründet."

Österreichische Erfolgsstories in Kalifornien

GE Jenbacher eröffnete sein erstes Kraft-Wärme-Kopplungsprojekt für ein amerikanisches Gewächshaus. Die Steirer S.O.L.I.D. halfen mit, solares Kühlen in Kalifornien als förderungswürdig einzustufen. Red Bull vermarktet seine Energy Drinks von seiner US-Zentrale in Los Angeles. Innovative heimische Unternehmen in der Filmindustrie profitieren von der Hollywood-Nähe. Pankl Aerospace entwickelt Konzepte für den Helikopter der Zukunft. Antennenspezialist Pidso forscht gemeinsam mit Boeing im Drohnensektor. Verbrennungskraftmotorenentwickler AVL betreibt ein Forschungslabor in Südkalifornien. Frey Wille eröffnete eine Boutique am Rodeo Drive in Beverly Hills. Österreichische Ingenieurleistungen sind bei Großprojekten gefragt. Die Tiroler Swarco gründete im Silicon Valley ihr US-Headquarter, um am Puls der Technologie zu sein. Im Dezember ist vom AußenwirtschaftsCenter Los Angeles eine "go-international" Zukunftsreise zum Thema Technologiekommerzialisierung in das Silicon Valley geplant.

Kalifornien, mit 38 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste und als achtgrößte Volkswirtschaft der Welt der wirtschaftlich bedeutendste US-Bundesstaat, ist in vielen Bereichen US-Vorreiter, so Thaler: "Etwa bei erneuerbare Energien, Cleantech, Lifestyle, Film, Design, Sport, gesunder Ernährung und für hippe und trendy Produkte und Technologien ist Kalifornien ein attraktiver Markt." (BS)

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AußenwirtschaftsCenter Los Angeles
Dr. Rudolf Thaler
Tel.: +1 310 477 99 88
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