FPÖ-Hofer: Lebensmittelsicherheit sieht anders aus!

EFSA ist den Europäern verpflichtet, nicht der Industrie

Wien (OTS) - "Was die leichtfertige Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU betrifft, hat sich nichts zum Besseren geändert", hält FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer fest. "Die Genmais-Sorte NK603 des Herstellers Monsanto gerät durch eine unabhängige Studie in den Verdacht schwerster Gesundheitsbeeinträchtigungen und was tut die EU? - Sie zeigt sich erstaunt, belässt die umstrittene, aber bereits zugelassene Sorte im Handel und bringt die Zulassungen weiterer Gen-Pflanzen auf den Weg. Dieses Vorgehen ist im höchsten Maße irritierend und es liegt ganz und gar nicht im Interesse des Verbraucher- wie des Naturschutzes."

Zwar ließen sich die industriefreundlichen Zulassungs-Mechanismen durch den Druck der WTO (Welthandelsorganisation), massives Lobbying der Chemie-Gentechnik-Konzerne und die personelle Besetzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit industrienahen Experten erklären, keinesfalls aber rechtfertigen. Hier seien umgehend neue Weichenstellungen vorzunehmen.

Hofer weiter: "Ob es sich um Autos, konventionelle Lebensmittel, Spielzeug oder Gebrauchsgegenstände handelt, wird vom Markt zurückgerufen, was sich als potentiell gefährlich herausstellt. Im Umgang der EU mit der Agro-Gentechnik ist das anders. Es darf aber nicht anders bleiben, denn es geht um die Gesundheit derselben Europäer. Fährt Brüssel fort, sich über Verbraucherinteressen hinwegzusetzen, quecksilberhaltige Messinstrumente zu verbieten, aber gleichzeitig die Verwendung quecksilberhaltiger Energiesparlampen zu erzwingen, Gurkenkrümmungen zu reglementieren, aber die Hochrisikotechnologie der Agro-Gentechnik mehr oder minder ungeprüft auf Konsumenten und Umwelt loszulassen, wird der kümmerliche Rest der politischen Glaubwürdigkeit wesentlicher EU-Gremien verspielt. Es ist deshalb unerlässlich eine personelle Neubesetzung der EFSA, im Sinne der Objektivierung von Zulassungsverfahren, sicherzustellen und eine Renationalisierung der Agrarpolitik auf Schiene zu bringen. Die Österreicher sollen selbst bestimmen dürfen und können, was auf ihre Teller kommt", so Norbert Hofer abschließend.

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