Journalistengewerkschaft in der GPA-djp empört über Aufkündigung des Kollektivvertrags

Journalistengewerkschaft GPA-djp startet Internet-Unterstützungsaktion

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Aufkündigung des Kollektivvertrags für journalistische MitarbeiterInnen bei Tages- und Wochenzeitungen durch den Verband der Österreichschen Zeitungen (VÖZ) just im Zuge der Terminkoordination für die nächste Verhandlungsrunde ist ein völlig unangebrachter Eskalationsschritt", erklärt der Vorsitzende der Journalistengewerkschaft in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Franz C. Bauer.

"Die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp fordert die Arbeitgeber auf, diesen Schritt im Sinne weiterer vertrauensvoller Gespräche zu überdenken. Offenbar geht es den Arbeitgebern doch um eine dramatische Verschlechterung bei den Einkommen und Rahmenbedingungen, auch wenn man öffentlich Gegenteiliges beteuert", ergänzt Bauer.

"Wenn im VÖZ jemand glaubt, durch diesen Schritt könne nun der Verhandlungsprozess beschleunigt werden, so hat er die Rechnung ohne die Stimmungslage in der Gewerkschaft gemacht. Was bleibt ist ein großer Schaden für die sozialpartnerschaftliche Verhandlungskultur", kommentiert der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, die unerfreuliche Situation.

Die GPA-djp tritt auch der durch die Arbeitgeber vertretenen Ansicht entgegen, durch die Kündigung entstehe ein völlig rechtsfreier Raum bei der Vertragsgestaltung. "Nur zur Klarstellung: es gilt in solchen Fällen immerhin noch das ortsübliche Entgelt und das ist immer noch das im Kollektivvertrag festgelegte Entgelt", so Proyer.

Trotz dieser Provokation durch die Arbeitgeber steht die Gewerkschaft weiterhin für konstruktive Verhandlungen im Sinne einer nachhaltigen Lösung für die Branche zur Verfügung und hält die vereinbarten Verhandlungstermine aufrecht. In einem offenen Brief wendet sich die Journalistengewerkschaft an alle JournalistInnen in Österreich, in dem die Vorgangsweise des VÖZ scharf kritisiert wird.

In den letzten Stunden sind schon viele Unterstützungserklärungen in der GPA-djp eingetroffen. Ab sofort kann die Unterstützung der JournalistInnen in ihren schwierigen Verhandlungen um einen neuen Kollektivvertrag auch im Internet erfolgen unter www.journalistengewerkschaft.at

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