Grünewald: Finanzierung universitärer Leistungen muss nachhaltig gesichert sein

Rechnungshof bestätigt Kritik der Grünen

Wien (OTS) - "Die vom Rechnungshof kritisierten inakzeptablen Betreuungsverhältnisse von Studierenden dürfen nicht so einfach über eine Reduktion der Studierenden erzwungen werden. Österreich braucht mehr Abschlüsse im tertiären Bildungssektor. Schlechte Studienbedingungen und die Notwendigkeit der meisten Studierenden sich ihr Studium mit durchschnittlich 20 Wochenstunden Arbeit zu finanzieren führt nicht nur zu längeren Studienzeiten, sondern oft auch zum Abbruch eines Studiums", analysiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, den RH-Bericht über die Situation an der WU und Uni Wien.

"Minister Töchterle hat dem nicht mehr entgegenzusetzen als seinen Dauerwunsch nach Studienplatzbeschränkungen und Studiengebühren. Viele RektorInnen sehen aber in Studiengebühren kein Allheilmittel des universitären Mangels an Ressourcen. Dass der RH einen Rückgang der Zahl an WissenschafterInnen zu Gunsten der Verwaltung kritisiert, ist an fast allen Universitäten klar belegt und schädigt den Forschungsstandort Österreich auf Dauer beträchtlich. Junge ForscherInnen brauchen Perspektiven und ein forschungsfreundliches Klima. Der andauernde Wunsch Töchterles nach Eliten wird ohne breite Basis gut ausgebildeter Menschen und spürbarer Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nicht in Erfüllung gehen", ärgert sich Grünewald.
"Das Beste für nur Wenige zu bieten ist jedenfalls kein zukunftsweisendes Konzept. Töchterle sollte sich vor Ort den Anliegen und der Kritik der Betroffen stellen und dafür wäre ein Ende des Schönredens und Verharmlosens wünschenswert. Sich über bestimmte Defizite und Ärgernisse des universitären Alltags kritisch zu äußern ist eben nicht, wie Töchterle so häufig meint, Polemik und billige Oppositionsschelte", sagt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002