GdG-KMSfB-Suchl: Kollektivvertrag für Nichtfilmschaffende und Filmschaffende abgeschlossen

Fachverband und Gewerkschaft einigen sich auf ein Gehaltsplus in beiden Branchen

Wien (OTS/ÖGB) - Nach langen Verhandlungen haben sich die Verhandlungsteams des Fachverbands der Film- und Musikindustrie und der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) am 19. September 2012 auf einen Kollektivvertrag für Nichtfilmschaffende geeinigt. Er tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft.++++

Kollektivvertrag Nichtfilmschaffende:

Nachdem über die ursprüngliche Forderung der Gewerkschaft (plus drei Prozent) keine Einigung erzielt werden konnte, wurde dem Wunsch der Arbeitnehmerseite Rechnung getragen, für ein Jahr den im KV-Nichtfilmschaffende im § 30 bestehenden sogenannten "unechten IST-Lohn" (Aufrechterhaltung der Überzahlung) analog der vor dem Jahr 2009 bestehenden Regelung einzuführen.

Demgemäß wurde letztlich eine generelle Erhöhung des Kollektivvertrags bei den Mindestgagen um 2,9 Prozent, beim IST-Gehalt um 2,55 Prozent vereinbart.

Der Abschluss berücksichtigt die Entwicklung des Verbraucherpreisindex im Jahresdurchschnitt. Die einmalige Wiedereinführung eines IST-Lohnes garantiert auch den bisher "überzahlten" ArbeitnehmerInnen eine entsprechende Teilnahme an den Lohnerhöhungen. Beide Verhandlungspartner betonen die Absicht, in Arbeitsgruppen im Laufe des Jahres inhaltliche und strukturelle Änderungen im Kollektivvertrag weiter zu verhandeln.

Kollektivvertrag Filmschaffende:

Ebenso konnte am 25.September 2012 nach langen Verhandlungen der Kollektivvertrag der Filmschaffenden mit einem KV-Mindestgagenabschluss von 2,95 Prozent unter Dach und Fach gebracht werden. Für diesen Bereich wird - wie für die Nichtfilmschaffenden - eine Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Kollektivvertrages eingerichtet.

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