FPÖ begrüßt Vorschlag, Hospizbetreuung in Pflegekonzept zu integrieren

Hofer: Finanzierung der Pflege muss nun nachhaltige finanzielle Basis erhalten

Wien (OTS) - FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer begrüßt den Vorschlag von Sozialminister Hundstorfer, die Hospizbetreuung in ein Gesamtpflegekonzept zu integrieren. Hofer verweist darauf, dass nun über die kurzfristige Lösung eines Pflegefonds hinaus die Finanzierung der Pflege auf eine nachhaltige finanzielle Basis gestellt werden müsse.

1,2 Prozent des BIP reserviert Österreich für die Langzeitpflege. Andere Länder investieren hier deutlich mehr, Dänemark beispielsweise 2,2%. Im Gesundheitsbereich investiert Dänemark 9 Prozent des BIP, Österreich hingegen 10 Prozent. Die Gesamtausgaben sind also durchaus vergleichbar, die Schwerpunktsetzung im Ausland jedoch oftmals vernünftiger.

Hofer: "Die Einrichtung eines Fonds stellt für sich keine Lösung der Problematik dar. Denn der Fonds muss letztendlich auch gespeist werden und eine weitere Erhöhung von Steuern oder Abgaben zur Finanzierung ist ein Irrweg. Österreich ist ein Hochsteuerland und darf den Bogen nicht überspannen. Wir müssen daher durch die Umsetzung einer Gesundheitsreform Mittel für die Finanzierung der Langzeitpflege frei bekommen. Wir haben zu viele Akutbetten, zu wenig Pflegeplätze und zu wenig Geld zur Finanzierung der Pflege zu Hause."

Das Pflegegeld hat mittlerweile infaltionsbedingt ein Viertel des Wertes verloren und der Zugang zu den ersten Pflegegeldstufen wurde empfindlich erschwert. Wir können, so die FPÖ, vor der demographischen Entwicklung nicht die Augen verschließen.

Hofer: "Gesundheit und Pflege sind daher aus einer Hand zu finanzieren, das Spitalsmanagement ist endlich bundesländerübergreifend zu koordinieren und die Finanzierung von extramuralem und intramuralem Bereich ist zu harmonisieren. Ich betone nochmals, dass die FPÖ die notwendigen Stimmen für eine Verfassungsmehrheit zugunsten einer vernünftigen Gesundheitsreform aber auch zugunsten einer Bundesstaats- und Verwaltungsreform zur Verfügung stellen würde. Bisher scheiterte die Umsetzung vor allem am Widerstand einiger Landeshauptleute, die in den Bundesvorständen von SPÖ und ÖVP über großen Einfluss verfügen und ihre Spielwiesen der Gesundheitspolitik in den Ländern nicht aufgeben wollen."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004