AK: Bankenrettung wird noch teurer!

Österreichisches Bankeninsolvenzrecht muss rasch kommen

Wien (OTS) - "Das Bankenrettungspaket wird noch teurer als der Rechnungshof ausgewiesen hat", warnt AK Direktor Werner Muhm. Die Kosten für die Bankenrettung werden aus Sicht der AK viel höher ausfallen, als der Rechnungshof und das Wifo präsentiert haben. Denn im bisherigen Bankenpaket sind weder die Kosten für die Volksbanken-Rettung noch der Griechenland-Schnitt und die Eigenkapitalaufstockung der Hypobanken enthalten. Auch die Refinanzierungskosten für den Staat seit 2011 blieben unberücksichtigt. Insgesamt mache die Belastung schon derzeit über sechs Milliarden Euro aus, berechnete die AK. Die vom Rechnungshof kritisierte laxe Kontrolle der mit Steuergeldern aufgepäppelten Banken unterstützt die AK. "Es kann nicht sein, dass für die Verluste der Banken immer zuerst die Steuerzahler zur Kassa gebeten werden. Es müssen die Aktionäre und die Gläubiger zuerst in die Pflicht genommen werden", sagt Muhm. Daher brauche Österreich dringend ein österreichisches Bankeninsolvenzrecht und eine neue, bundesweite, einheitliche Einlagensicherung. Die Regierung müsse ihre Hausaufgaben machen.

Die AK sieht den gesamten Schaden noch höher als vom Rechnungshof ausgewiesen. Zum Nettoverlust aus dem Bankenpaket einschließlich entgangener Dividenden vom Partizipationskapital in der Höhe von 3,9 Milliarden Euro müsse man noch die von der Finanzmarktaufsicht per Bescheid vorgeschriebene Eigenkapital-Aufstockung der Hypo Alpe Adria Bank von 2,2 Milliarden Euro hinzurechnen. Das ergäbe über sechs Milliarden Euro.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0004