Bayr über Behördenwillkür in Tunesien schockiert

Frau wurde von Polizisten vergewaltigt und dann selber angeklagt

Wien (OTS/SK) - "Was gerade in Tunesien passiert, bricht mit grundlegenden Rechten und ist frauenverachtend", zeigt sich Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, über die Anklage einer tunesischen Frau schockiert. Nachdem die Tunesierin von zwei Polizisten vergewaltigt wurde und diese anzeigte, saß sie gestern selbst auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft warf der Tunesierin "unsittliches Verhalten" und "Erregung öffentlichen Ärgernisses" vor, weshalb sie sich gestern selber vor Gericht verteidigen musste, in Anwesenheit ihrer Vergewaltiger. ****

Als sich die Polizisten vor der Tat der Frau näherten, befand sie sich mit ihrem Freund in einer "unsittlichen Position" im Auto. In weiterer Folge vergewaltigen zwei Polizisten die Frau, ein dritter hielt ihren Freund fest.

"Die tunesische Regierung muss sich verstärkt gegen strukturelle Gewalt an Frauen einsetzen", fordert Bayr und schließt sich den Forderungen lokaler Menschrechtsorganisationen an: "Im Fall dieser Frau ist klar, dass die Anklage fallen gelassen und sie entschädigt werden muss." (Schluss) eg/mo

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006