EU-Battle Group als taktische Reserve bei EU-Operationen

EU-Verteidigungsminister beraten auf Zypern EU-Missionen - Österreich stellt bereits 50 % der EU-Truppe in Bosnien-Herzegowina

Nikosia (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos betonte heute, Donnerstag, im Rahmen des informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister auf Zypern, dass "das Konzept der Battle Groups überdacht werden müsse." Er forderte, dass "unsere Krisenfeuerwehr auch als taktische Reserve für bereits bestehende EU-Missionen vorgehalten werden soll." Derzeit sei dies im Einsatzkonzept nicht vorgesehen, so der Minister. "Die Battle Group könnte dann zum Beispiel für die EUFOR ALTHEA Mission in Bosnien-Herzegowina als Reserve fungieren, falls sich die Sicherheitslage verschlechtert", sagt der Minister. Zuvor hatte der Kommandant von EUFOR ALTHEA in seinem Bericht ausgeführt, dass die EU keine eigenen Reservekräfte für Bosnien-Herzegowina bereithielte.

Am 31. August wurde der Plan der Umstrukturierung der EUFOR ALTHEA-Mission in Bosnien-Herzegowina umgesetzt. Die Truppenstärke wurde - bei Aufrechterhaltung des Exekutivmandats - von 1200 auf 600 Soldatinnen und Soldaten halbiert. Österreich stellt mit mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten 50% der EU-Truppe. Verteidigungsminister Darabos hatte sich mit Unterstützung Großbritanniens, Ungarns und der Slowakei Ende letzten Jahres für die Beibehaltung des Exekutivmandats eingesetzt. Dies soll nach der Meinung des Ministers auch vor dem Hintergrund der anstehenden Lokalwahlen- weiter so bleiben: "Die derzeitige politische Lage ist leider noch nicht so stabil, dass die international Gemeinschaft auf dieses wichtige Instrument für unsere Friedensbemühungen in Bosnien-Herzegowina verzichten darf." Die neue Operations-Struktur sei erst seit 1. September eingenommen, im November werde die UNO ein neues Mandat beschließen, daher "soll die EU das Exekutivmandat zumindest bis zum Frühjahr 2013, also bis zur Vorlage des Evaluierungsberichtes, nicht in Frage stellen", sagt Darabos.

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