Volkshilfe zum "Langen Tag der Flucht": Österreich muss humanitäre Verpflichtungen ernst nehmen

Präsident Weidenholzer fordert Paradigmenwechsel in der Politik, um Flüchtlingen einen sicheren, menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen

Wien (OTS) - "Menschen, die verfolgt werden und deshalb flüchten müssen, sind Angst, Hunger und Bedrohungen ausgesetzt. Auf ihrer Flucht müssen sie ihre Heimat, Familien und Freunde verlassen. Es ist eine humanitäre Verpflichtung diesen Menschen zu helfen", betont Univ.-Prof Dr. Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe, anlässlich des "Langen Tags der Flucht". Der Volkshilfe Präsident fordert einen Paradigmenwechsel in der Politik, um Schutzbedürftigen, die in Österreich ankommen, einen sicheren, menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen.

"Mit den derzeitigen Gesetzen rund um das österreichische Fremdenrecht werden schutzbedürftige Menschen kriminalisiert", kritisiert Weidenholzer und fordert eine grundlegende Reform der wildwuchernden Asylgesetze und des Bleiberechts: "Der Flüchtlingsbegriff ist veraltet und muss aktualisiert werden. Die Praxis, Asylwerber ohne Straffälligkeit in Polizeihaft zu nehmen sowie die Abschiebung von Personen, die sich seit Jahren in Österreich aufhalten und gut integriert sind, muss verhindert werden."

Volkshilfe unterstützt "Langen Tag der Flucht"

Die Volkshilfe Wien ist Kooperationspartner des "Langen Tags der Flucht" und wirkt vor Ort beispielsweise bei der Aktion "Living Books" in der Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz am 28.9. mit. Außerdem öffnet das Volkshilfe Wien Flüchtlingshaus im 21. Bezirk seine Türen für Schulklassen. Mehr Informationen im Veranstaltungskalender der Volkshilfe Wien unter www.volkshilfe-wien.at.

Schwerpunkte in Oberösterreich und Wien

Die Volkshilfe betreut AsylwerberInnen in Oberösterreich und Wien, betreibt ein Therapiezentrum für traumatisierte AsylwerberInnen und mehrere Beratungsstellen (Rechtsberatung, Familienberatung, arbeitsmarktpolitische Beratung). Die Volkshilfe führt Integrationsbüros, bietet Deutschkurse an und engagiert sich im Menschenrechtsbeirat, im Beirat Asyl & Migration, im Bleiberechtsbeirat, im Netzwerk Asylanwalt und ist in der Agenda Asyl vertreten sowie in der NGO-Plattform Rechte - Chancen - Vielfalt.

Mehr Informationen unter www.volkshilfe.at/Integration

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