AK Treibstoffpreis-Analyse: Preisrallye bei Sprit geht weiter! 1

Treibstoffpreise seit Juni in die Höhe geschnalzt - Autobahntankstellen noch immer mit "Preisaufschlag"

Wien (OTS) - Teuerste Spritpreise aller Zeiten: Diesel und Eurosuper kosten so viel wie nie zuvor - sogar die Durchschnittspreise sind an der 1,5 Euro-Marke. Eurosuper ist im Ver-gleich zum Vorjahr um elf Prozent (plus 16 Cent) angestiegen, Diesel um zehn Pro-zent (plus 13 Cent). Das zeigt die AK Treibstoffpreis-Analyse bei mehr als 1.500 Tankstellen in ganz Österreich vom September. Diskonter sind - wie zu erwarten - weiterhin etwas günstiger. Autobahntankstellen haben noch immer einen "Preis-aufschlag".

Eurosuper liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 1,555 Euro pro Liter, Diesel knapp darunter bei 1,469 Euro pro Liter. "Bereits im Vorjahr war Sprit extrem teuer. Im Vergleich dazu muss eine Pendlerin aus Seibersdorf, die 35 Kilometer zur Arbeit nach Wien fährt, dieses Jahr nochmals 150 Euro mehr für Diesel zahlen", rechnet AK Energie-Experte Dominik Pezenka vor. Ein durchschnittlicher Autofahrer (15.000km pro Jahr) zahlt für Diesel um 135 Euro pro Jahr mehr als im Vorjahr, für Eurosuper sogar 175 Euro mehr.

Besonders dramatisch sind die Mehrkosten für PendlerInnen und AutofahrerInnen, wenn man den aktuellen Preis mit dem Preis von September 2009 vergleicht - damals begann der kontinuierliche Preisanstieg. Im Vergleich zu September 2009 kostet Diesel derzeit um 47 Cent pro Liter mehr, Eurosuper ist um 46 Cent pro Liter teurer. Das ist eine Steigerung von 48 Prozent (Diesel) bzw. 42 Prozent (Eurosuper) innerhalb von drei Jah-ren.

Die AK Treibstoffpreis-Analyse zeigt: Diskonter sind weiterhin günstiger als der Durch-schnitt der Markentankstellen. Im österreichweiten Durchschnitt sind Diskonttankstellen um rund zwei Cent pro Liter günstiger als Markentankstellen.

Der Westen ist teuer, der Osten "relativ günstig". Das teuerste Bundesland ist Tirol, dort ist Diesel um durchschnittlich 4,2 Cent und Eurosuper um 3,2 Cent teurer als im günstigsten Bundesland (Burgenland). Auch die lokalen Unterschiede können groß sein: Wer im ersten Bezirk in Wien zum Diskonter fährt, anstatt zu einer Markentankstelle, erspart sich beispielsweise bei Diesel bis zu 16 Cent pro Liter. Und: Das Tanken am Vormittag ist im Durchschnitt um zwei Cent günstiger als am Nachmittag.

Der Preisaufschlag an den Autobahntankstellen hat sich zwar im Vergleich zur Erhe-bung im Juni deutlich reduziert, ist aber noch immer "pfeffrig": Lag der Aufschlag zur Reisezeit noch bei rund 15 Prozent, so liegt der aktuelle Preisaufschlag im Durchschnitt "nur" bei 7,4 Prozent (Eurosuper) bzw. 7,8 Prozent (Diesel). "Wenn möglich, vermeiden Sie Tankstopps auf der Autobahn", rät Pezenka. "Denn eine Tankfüllung an der Autobahntankstelle kostet durchschnittlich um sieben Euro mehr."

SERVICE: Die AK Treibstoffpreis-Analyse unter www.arbeiterkammer.at. Zur güns-tigsten Tankstelle mit dem Spritpreisrechner der E-Control www.spritpreisrechner.at

(Forts.)

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