ÖJC lehnt Leistungsschutzrecht für Verleger ab

Das Leistungsschutzrecht dient ausschließlich den Verlegern, bringt aber den Autoren kein Geld

Wien (OTS/ÖJC) - Der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, lehnt das von ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf bei den Medientagen ins Spiel gebrachte "Leistungsschutzrecht" scharf ab: "Hier graben die ÖVP und die Zeitungsherausgeber ein Modell aus, dass ausschließlich die Kassen der Unternehmer füllen soll, bei dem die Autoren in ihren Urheberechten dramatisch beschnitten werden." Das Leistungsschutzrecht sollte bereits in Deutschland eingeführt werden, stößt aber dort auf scharfe Kritik und ist so umstritten, dass die deutsche Regierung derzeit abwartet.

Mit dem Leistungsschutzrecht bekommen die Verleger das Recht, das Presseerzeugnis oder Teile davon zu gewerblichen Zwecken im Internet öffentlich zugänglich zu machen.

Der ÖJC kritisiert den Gedanken des Leistungsschutzrechtes, da dieser die Kommunikationsfreiheit im Internet behindert. Damit verliehrt das Internet seine Offenheit und Freiheit und steht im Widerspruch zur Freiheit der Informationsgesellschaft. Außerdem bringt es nur ein Körberlgeld für die Verlage.

Viel wichtiger als ein Leistungsschutzrecht ist die gerechte Entlohung der Journalistinnen und Journalisten in Österreich. Da könnten alle österreichischen Medienhäuser mit einem Vorbild voran gehen und die oft extrem geringen Entlohungen für Journalistinnen und Journalisten verbessern.

ÖJC-Präsident Fred Turnheim ersucht alle anderen Parlamentsparteien, dem Vorstoß von ÖVP-Klubobmann Kopf eine Absage zu erteilen.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Journalisten Club
Margarete Turnheim
Generalsekretariat
Tel.: +43 1 98 28 555-0
office@oejc.at
www.oejc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OJC0001