Regner/Krainer: EU-Parlament verlangsamt Finanzspekulanten mit Mindesthaltezeit von einer halbe Sekunde

SPÖ-Europaabgeordnete und SPÖ-Finanzsprecher treiben grundlegende Reform der Finanzmärkte voran

Wien (OTS/SK) - Gestern Abend stimmte der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments in einer ersten Etappe den Bericht über Märkte für Finanzinstrumente und zur Änderung der EMIR-Verordnung über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister ab. Konkret geht es um die Neufassung der "MiFID" (Markets in Financial Instruments Directive, deutsch:
Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente). "Die Richtung ist klar: Finanzprodukte müssen sicherer werden, vor allem für jene, die sie kaufen, aber auch in der Form, dass ein Schaden für gesamte Volkswirtschaften künftig möglichst verhindert werden kann", macht die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner klar. ****

Wesentliches Element der Finanzmarktrichtlinie ist eine vom Europäischen Parlament vorgegebene Mindesthaltezeit von 500 Millisekunden. "Wir streuen also Sand ins Getriebe der Spekulanten und Finanzmärkte, wollen die Märkte entschleunigen und eine Untergrenze von einer halben Sekunde einziehen, wenn es um neue Order geht. Bisher hat sich das Spiel der Finanzmärkte schon derart verselbstständigt, dass sogar eine Begrenzung auf 0,5 Sekunden als Fortschritt zu werten ist", erläutert Regner, stv. Vorsitzende des Rechtsausschuss im Europäischen Parlament.

SPÖ-Finanzsprecher Kai Jan Krainer, derzeit im Wirtschafts- und Währungsausschuss zum Austausch mit nationalen Parlamentariern, begrüßt "den Schritt nach vorn". "Die Verhandlungen mit dem Rat müssen nun zügig vorangehen, damit die Vorlage des Europäischen Parlaments rasch auf den Umschlagplätzen der Finanzwelt ankommt. Je früher und je strenger wir hier gegen uferloses Spekulieren vorgehen, desto stabiler wird die Wirtschaft insgesamt", so Krainer. (Schluss) mo

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