Österreichisches Pensionssystem nicht kaputtreden, sondern ausbauen!

GBH-Muchitsch fordert einen Solidarbeitrag der gesamten Wirtschaft für unser Sozialsystem. Das ist die Wirtschaft den arbeitenden Menschen schuldig

Wien (OTS/GBH) - Anlässlich der aktuellen Debatte über die Zukunft und Finanzierung unseres Pensionssystems gingen bei einer Tagung des Gewerkschaft Bau-Holz-Bundesvorstandes in Schladming die Wogen hoch. "Immerhin finanzieren Arbeiter und Angestellte 84 Prozent ihrer Pension selbst. Davon können Selbständige und Bauern nur träumen", so Bau-Holz-Chef Josef Muchitsch.++++

Wirtschafts- und Pensionsexperten fordern die Abschaffung des Umlageverfahrens zur Finanzierung unserer Pensionen und wollen stattdessen die Einführung eines individuellen Pensionskontos pro Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer. Das ist laut GBH-Bundesvorstand ein Anschlag auf unser funktionierendes und solidarisch finanziertes Pensionssystem, in dem die Pensionen unabhängig von Banken- und Wirtschaftskrisen gesichert sind.

Laut den Experten soll jeder Arbeitnehmer für sich selbst seine Pension über ein Pensionskonto ansparen. Frühestens mit 70 Lebensjahren sollen jene Pensionshöhen erreicht werden, welche in Österreich derzeit Praxis sind. Die Veranlagung des Ersparten soll wieder über Banken und Versicherungen erfolgen. Nein danke! Muchitsch: "Damit würden wir den Banken und Versicherungen wieder unser schwer verdientes Geld in den Rachen werfen. Offenbar haben diese 'Wirtschafts- und Pensionsexperten' nichts aus der Finanzkrise gelernt. Bezieher von Privat- und Betriebspensionen haben seitdem Einbußen von bis zu 50 Prozent hinnehmen müssen."

Die GBH fordert deshalb: Diskutieren wir bitte unser Pensionssystem nicht kaputt, sondern reden wir endlich über eine faire und breitere solidarische Finanzierung. Es kann nicht sein, dass trotz andauernder Jammerei der Reichen aus der Wirtschaft die Einkommensschere in Österreich zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft.

Muchitsch abschließend: "All jene, die selbst einmal schwer geschuftet haben, würden einen derartigen Blödsinn sicher nicht fordern. Stehen wir stattdessen zu unserem staatlich gesicherten Pensionssystem und diskutieren vernünftig über einen Ausbau und gesicherte Finanzierungsmöglichkeiten, wenn schon die Industrie den Bundesbeitrag senken will. So könnten zum Beispiel auch die nicht lohnintensiven Wirtschaftszweige - Betriebe mit wenigen Beschäftigten aber enormen Gewinnen für Einzelne - endlich einen Solidarbeitrag zu unserem Sozialversicherungssystem leisten."

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