ÖGJ-Michlmayr: Pensionssystem für Junge sicher machen, Verunsicherung beenden

Generationen lassen sich nicht spalten

Wien (OTS/ÖGB) - "Der Chor, der sich da in Österreich gebildet hat, um dem Pensionssystem einen Abgesang zu bereiten, sollte schleunigst ein neues Stück einstudieren", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Wenn man Unsinn ständig wiederholt, wird er dadurch nicht richtiger. Das Pensionssystem steht nicht vor dem Kollaps, es gibt keine Finanzierungslücke, weil ein Anteil aus Steuern fixer Bestandteil des Systems ist." Im Übrigen würden sich die ArbeitnehmerInnen ihre Pensionen zum größten Teil aus eigenen Beiträgen finanzieren, zu den Pensionen der Selbstständigen und der Bauern leiste der Staat einen viel größeren Anteil.++++

"Unverantwortlich und schäbig ist es, den jungen Menschen einzureden, sie würden keine Pensionen mehr bekommen", kritisiert Michlmayr. "Damit sollen junge Menschen in die Arme privater Pensionskassen getrieben werden, wohin das führt, haben die Verluste im Zuge der Krise ganz deutlich gezeigt." Sichere Pensionen gebe es nur im staatlichen umlagefinanzierten Pensionssystem. "Wir lassen nicht zu, dass ein Keil zwischen die Generationen getrieben wird", so Michlmayr. "Die ältere Generation hat sich ihre Pensionen nach einem harten Arbeitsleben verdient, und auch die Jungen werden sichere Pensionen haben, wenn es ausreichend Arbeitsplätze mit existenzsichernden Einkommen und gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen gibt."

Der Rechnung der selbsternannten Retter der Pensionen, die Anhebung des Pensionsantrittsalters um ein Jahr würde eine Milliarde Euro bringen, stellt Michlmayr eine andere Rechnung gegenüber: "Die Unternehmen sollen endlich ihre ausständigen Sozialversicherungsabgaben zahlen, die bewegen sich nämlich auch ungefähr in dieser Höhe, dann brauchen sie uns ArbeitnehmerInnen nicht zu behelligen."

Zur Absicherung der Finanzierung der Pensionen, aber auch anderer sozialstaatlicher Leistungen, fordert die ÖGJ die Einführung von Vermögenssteuern. "Der Sozialstaat, damit auch die Pensionen, ist auch in Zukunft und auch für die jungen Menschen gut abgesichert, wenn er ausreichend finanziert ist. Von den Superreichen verlangen wir daher: Fair zahlen, mehr zahlen."(nk)

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