FPÖ-Neubauer: Arbeiten bis 70 und Frühpension ab 40?

Aktuelle Reformvorschlags-Zurufe sind hochgradig unsozial!

Wien (OTS) - "'Alle Jahre wieder', ist man geneigt zu sagen, denn schließlich vergeht lange bevor die Pensionsanpassung für das Folgejahr beschlossen wird, kein Tag, ohne irgendeine unappetitliche Meldung, wie krank doch unser Pensionssystem sei, und dass die Renten so nicht mehr finanzierbar sind. Alle Jahre wieder werden wir eines Besseren belehrt. Die ganze Welt blickt auf unser Pensionssystem welches auf dem Generationenvertrag beruht und entgegen aller Unkenrufe nur einer prozentuell geringen staatlichen Zuzahlung bedarf", stellt heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer zur aktuellen Diskussion über eine Pensionsreform fest.

"Jene, die über dermaßen überschüssige Energie verfügen, mögen diese sinnvoll einsetzen und sich Gendanken über eine wesentlich dringendere Sanierung der Pensionskassen machen. Doch scheinbar möchte man dieses, als gescheitert zu betrachtende System der Beitragsorientierung unbedingt auch noch im staatlichen Bereich unterbringen. Dies ist in höchstem Maß unsozial", sagt Neubauer.

"Was soll mit den vielen tüchtigen Menschen im Lande passieren, die zu wenig verdienen, um adäquate Beiträge überhaupt einzahlen zu können? Ich denke hier nur an Frauen, vor allem Mütter, die aus den verschiedensten Gründen auf viele Jahre zur Teilzeitarbeit gezwungen sind. Experten haben bereits berechnet, dass nach diesem von Wirtschaftslobbyisten dargestellten System viele bis zum siebzigsten Lebensjahr arbeiten müssten. Da stellt sich in weiterer Folge die Frage, wo man die Arbeitsplätze dafür hernehmen will, die es jetzt schon nicht mehr gibt", so der freiheitliche Seniorensprecher.

"In vielen Bereichen werden bereits jetzt die Menschen in die Frühpension gezwungen, bei der Post sogar schon gesunde und arbeitswillige Menschen im Alter von 39 Jahren", zeigt Neubauer anhand aktueller Fälle auf. Die Freiheitliche Partei Österreichs bekenne sich zur staatlichen und leistungsorientierten Säule des Pensionssystems. "Wir dürfen uns hier keine Experimente erlauben, und schon gar nicht solche, die von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind. In einem derart instabilen Finanzmarkt, den Europa derzeit darstellt, sind diese Ideen fahrlässig und wird auf dem Rücken jener Menschen spekuliert, die nicht nur dieses Land aufgebaut, sondern auch für den Wohlstand in diesem Land verantwortlich zeichnen", betont Neubauer.

"Die derzeitige Art und Weise, wie die Pensionsdebatte wieder einmal geführt wird, ist unsachlich, unredlich und vielfach menschenunwürdig. Sie ist deshalb schleunigst zu beenden! Interessant ist nur, dass man weder von der Jungen Wirtschaft noch von anderen Exponenten, die nun so lautstark eine Reform fordern, einen Ton vernimmt, wenn es um die Harmonisierung der Systeme in Richtung ASVG bei den ÖBB, der Nationalbank, bei den Politikerpensionen oder um die Zwangspensionierungen geht. Auch die Sozialpartner haben sich bisher zu den arbeitsmarktpolitischen Vorschlägen bemerkenswert zurückgehalten. Ein sinnvoller Beitrag zur Erhaltung einer funktionierenden ersten Säule kann nur sein, den Arbeitsmarkt zu fördern, vor allem indem man altersgerechte Arbeitsplätze schafft, die nicht krank machen. Dann werden die Menschen auch gerne länger im Arbeitsprozess verbleiben wollen und nur solche Maßnahmen werden letztendlich zu einer Erhöhung des faktischen Antrittsalters führen", hält Neubauer abschließend fest.

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