Hypo Alpe Adria verfolgt Ansprüche aus Vorzugsaktien-Deal weiterhin in vollem Umfang

Klagenfurt am Wörthersee (OTS) - 25.09.2012

Bank wendet sich an Oberlandesgericht Wien; Berufung gegen erstinstanzliches Teilurteil des Handelsgerichts Wien; Ansprüche aus zu hoher Dividende für Vorzugsaktionäre und aus Kreditausfällen iHv gesamt EUR 48 Mio; Schadensursache: Missachtung des Bankwesengesetzes und Verstoß gegen Sorgfaltspflichten.

Die Hypo Alpe Adria wird ihre zivilrechtlichen Ansprüche aus dem Vorzugsaktien-Deal 2004 weiterhin in vollem Umfang von EUR 48 Mio verfolgen. Durch ein Teilurteil erster Instanz wurden ohne Beweisverfahren Ansprüche von EUR 19,75 Mio aus Schäden, die der Bank aus Kreditausfällen entstanden sind, abgelehnt. Dagegen hat die Bank beim Oberlandesgericht Wien nun Berufung erhoben.

Gerade durch Missachtung der Bestimmungen des Bankwesengesetzes zur Beschränkung des Risikos, durch Verletzung der Vorschriften über die notwendigen Sicherheiten und durch Verstoß gegen die Regeln über das Mindestmaß an Eigenmitteln ist der Bank durch den Vorzugsaktien-Deal 2004 ein erheblicher Schaden zugefügt worden.

Das erstinstanzliche Gericht hat in seinem Teilurteil unter anderem deshalb abgewiesen, weil es befand, dass die Regeln über das Mindestmaß an Eigenmitteln keine Schutznorm darstellen würden. Die Bank ist hingegen der Ansicht, dass diese Vorschriften sehr wohl Schutznormcharakter haben.

Unterstützung findet diese Argumentation auch durch die jüngste Publikation des Wiener Juridicium Professors Dr. Friedrich Rüffler.

Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass die Bank in den abgehaltenen Tagsatzungen Schäden spezifiziert und detailliert aufgeschlüsselt hat und überdies Mängel im Verfahren erkennt, haben die Hypo Alpe Adria veranlasst, weiterhin den vollen eingetretenen Schaden, bestehend aus zu hohen Dividenden für Vorzugsaktionäre (EUR 17,25 Mio) sowie Kreditausfällen (EUR 19,75 Mio) und darüber hinaus ein Feststellungsbegehren (EUR 11 Mio) zu verfolgen.

"Dieser Schritt ist Teil der konsequenten Verfolgung der Ansprüche der Bank aus den Vorkommnissen der Vergangenheit. Ich sehe es als unsere Aufgabe an ihn zu setzen, auch wenn wir dabei juristisches Neuland betreten und zuvor eine grundlegende Entscheidung im Bereich des Bankwesengesetzes anstreben müssen", unterstrich die Bank.

Beklagte in dem Verfahren zu den Vorzugsaktien 2004 sind ehemalige Organe der HAA, ehemalige Vorzugsaktionäre der HLH und andere.

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