PVÖ-Edlinger: Jüngstes "Experten-Pensionsmodell" Weg in Altersarmut

Wien (OTS/SPW) - "Wie den Medien zu entnehmen ist, hat einmal mehr eine "Expertengruppe" unter Federführung von Herrn Marin -gewissermaßen das alljährlich auftauchende 'Pensions-Krokodil' - ihre Vorstellungen für eine tiefgreifende Reform des Pensionssystems präsentiert. Eine Reform, die in dieser Form vom Wiener Pensionistenverband abgelehnt wird, weil diese bei Umsetzung viele Menschen schnurstracks in die Altersarmut führen würde", stellte der Vorsitzende des Wiener Pensionistenverbandes, Bundesminister a. D. Rudolf Edlinger am Dienstag fest.****

"Bezeichnend für die völlig soziale Unausgewogenheit des Konzepts ist die Tatsache, dass die ArbeitnehmerInnen praktisch allein die Last für ihre künftige Alterspension zu tragen hätten, hingegen die Unternehmen auf die Butterseite fallen würden. Das Programm ist damit eine völlige, geradezu perfide Verabschiedung der Unternehmer von der Mitfinanzierung des Sozialstaates", kritisierte Edlinger. Hiermit komme die politische Linie des schrankenlosen Neoliberalismus zum Ausdruck, die hinter dem Konzept stehe.

Einmal mehr wies Edlinger darauf hin, dass sich das umlagenorientierte Pensionssystem bewährt hätte: "Bereits angelaufene Reformen entlasten das Budget, u.a. auch durch das bereits gestiegene effektive Antrittsalter bei den Pensionen. Eine künftige Kürzung der Pensionen von bis zu 40 Prozent wäre nicht nur für die Betroffenen selbst katastrophal, sondern letztlich auch für die Wirtschaft wegen eines drohenden dramatischen Rückgangs der Kaufkraft der älteren Generation", betonte Edlinger.

Es sei jedenfalls unverständlich, dass das derzeitige Pensionssystem von bestimmten Gruppen mit der Ausdauer einer tibetanischen Gebetsmühle schlecht geredet werde, so der PVÖ-Wien-Vorsitzende. "Viel wichtiger als eine ständige Verunsicherung der ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen, ist die Schaffung von altersgerechten Arbeitsplätzen, sowie das Zurückdrängen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen, die letztlich ebenfalls zu Lasten der Pensionsversicherungen gehen. Der Wiener Pensionistenverband erteilt jedenfalls allen Verschlechterungen bei den Pensionen, die einseitig zu Lasten der großen Mehrheit der ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen gehen würden, eine klare Absage", schloss Edlinger. (Schluss)

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