FPÖ-Obermayr: Gentechnik-Skepsis einmal mehr bestätigt

Kein EU-Geld für Förderung der Agro-Gentechnik!

Wien (OTS) - "Eine aktuelle französische Studie warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren durch eine in der EU zugelassene Genmais-Sorte", berichtet der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. "Das ist weniger überraschend als die Reaktion zahlreicher selbsternannter Experten. Diese äußern nämlich nicht Bedenken bezüglich des Untersuchungsgegenstandes, der Genmais-Sorte NK603 des Herstellers Monsanto, sondern hinterfragen reflexartig die Untersuchungsmethodik. Schließlich kann nicht sein, was nicht sein darf."

"Ich halte es für falsch, einer unabhängigen Studie a priori zu unterstellen, sie sei in unwissenschaftlicher Weise erstellt worden", so Obermayr weiter. "Wie kommen denn die Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit an die Kommission zustande? - Ausschließlich auf Basis von Hersteller-Unterlagen, erstellt von Experten, die zumeist in engem Verhältnis zu der Industrie stehen, die sie kritisch überprüfen sollten. Ob dieser Zugang vertrauenswürdiger ist, wage ich zu bezweifeln. Fakt bleibt, dass die Agro-Gentechnik eine ungenügend erforschte Hochrisikotechnologie ist, die nicht oder bestenfalls für die Ertragsminderung benötigt wird, weil wir ohnedies agrarische Überproduktionen aufweisen, die dann exportiert werden. - Etwa nach Afrika, wo sie die lokalen Bauern erwerbslos und zu Flüchtlingen machen, die dann zu Abertausenden nach Europa kommen."

"Hier läuft vieles verkehrt", betont Obermayr, der abschließend festhält: "Die aktuellen Budgeterstellungsversuche für die Jahre 2014 bis 2020 zeitigen große Probleme und Widerstände. Da wäre es naheliegend zunächst dort zu sparen, wo viel Geld, für fragwürdige Zwecke und ohne klaren Fokus, verpulvert wird: etwa in der Erforschung der gentechnischen Landwirtschaft, die die Europäer nicht wollen und die, nach heutigem Wissensstand, viele neue Problem schaffen wird, aber keine vorhandenen lösen wird können."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005