Ungarn-Themenabend am 26. September im ORF

Mit Lendvai-Dokumentation und anschließendem "CLUB 2"

Wien (OTS) - Nationalpopulistische Wende oder selbstbewusste Politik? Die rechtskonservative ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán sorgt in Europa für Aufregung. Kritiker werfen der Fidesz-Partei einen europafeindlichen Kurs und massive Einschränkungen der Medienfreiheit und der demokratischen Grundrechte der ungarischen Bevölkerung vor. Im Rahmen eines ORF-Themenabends zeigen die preisgekrönte deutsche TV-Dokumentaristin Andrea Morgenthaler und der aus Ungarn stammende vielfach ausgezeichnete Osteuropaexperte Paul Lendvai in der "Menschen & Mächte"-Dokumentation "Nationale Träume - Ungarns Abschied von Europa?" am Mittwoch, dem 26. September 2012, um 22.30 Uhr in ORF 2 im Spiegel der Begegnungen mit Schlüsselfiguren aus Politik, Kultur, Kunst und Wissenschaft die Ursachen und Folgen des Politikwechsels. Im anschließenden "CLUB 2" folgt eine Diskussion zum Thema "Ungarn:
Demokratie ade?".

"Menschen & Mächte: Nationale Träume - Ungarns Abschied von Europa?" - 22.30 Uhr, ORF 2

Mit einer Zweidrittelmehrheit errichtete Ministerpräsident Viktor Orbán nach der Niederlage der in der Öffentlichkeit diskreditierten Sozialisten ein System der Alleinherrschaft seiner Fidesz-Partei. Andrea Morgenthaler und Paul Lendvai gehen der Frage nach, wie und warum in Ungarn - einst Schrittmacher demokratischer Reformen in Osteuropa - ein nationalpopulistisches, rechtskonservatives Regime mit offensichtlicher Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung etabliert wurde.

Reportagen aus dem Alltag der bedrängten Roma und der Obdachlosen, antisemitische und rassistische Statements von Mitgliedern der Jobbik-Partei, der Kampf um das Überleben des regierungskritischen Rundfunksenders Klubradio sowie nationalistische Parolen des Regierungschefs ergeben ein für Kritiker besorgniserregendes Bild eines Landes im Herzen Europas.

"CLUB 2: Ungarn: Demokratie ade?" - 23.20 Uhr, ORF 2

Ungarn driftet nach rechts. In kurzer Zeit ist es dem ungarischen Regierungschef Orbán gelungen, sein Land umzukrempeln. Bürgerrechte und Pressefreiheit wurden eingeschränkt, die demokratische Gewaltenteilung ausgehebelt. Von Rechtsradikalen verfolgte Roma und latenter Antisemitismus machen im einstigen Vorzeigeland Schule. Verwandelt sich das demokratische EU-Land Ungarn langsam in eine nationalistisch geprägte Diktatur? Oder ist die Regierung Orbán schlicht die einzige wählbare Partei für die Mehrheit der Ungarn? Darüber diskutieren im "CLUB 2" bei Renata Schmidtkunz u. a. Gergely Pröhle, stellvertretender Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, die Journalistin Julia Váradi, der Schriftsteller Rudolf Ungváry, Stefan Ottrubay, Geschäftsführer der Esterhazy-Betriebe, und Paul Lendvai.

Die Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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