Ed Ruscha im Kunsthistorischen Museum: "The Ancients Stole All Our Great Ideas"

Der renommierte US-Künstler kuratierte im KHM seine erste eigene Ausstellung

Wien (OTS) - Gestern Abend wurde die vom amerikanischen Künstler Ed Ruscha kuratierte Ausstellung "The Ancients Stole All Our Great Ideas" im Kunsthistorischen Museum von Kulturminsterin Claudia Schmied und KHM-Generaldirektorin Sabine Haag feierlich eröffnet.

Kulturministerin Schmied bedankte sich in ihrer Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung bei Generaldirektorin Sabine Haag und Kurator Jasper Sharp für die Förderung des differenzierten Blicks auf Kunst und betonte: "Die Ausstellung 'Ed Ruscha - The Ancients Stole All Our Great Ideas' ermöglicht neue Perspektiven auf die Sammlungen und Schätze unserer Museen und stellt die Kunstwerke und Ausstellungsobjekte in ein völlig neues Licht. Durch den Blick Ed Ruschas erschließen sich neue Bezüge und Assoziationen. Es ist unsere Aufgabe, neben der Pflege der Schätze der Vergangenheit die zeitgenössische Kunst zu fördern und Künstlerinnen und Künstler, die in unserer Zeit leben, zu unterstützen und wertzuschätzen. Geben wir den neuen, kreativen Ideen den Raum in unserer Gesellschaft, und geben wir Künstlerinnen und Künstlern die besten Chancen und Rahmenbedingungen für Ihre Arbeit."

Zur feierlichen Eröffnung waren zahlreiche prominente Ehrengäste aus der nationalen und internationalen Kunst- und Kulturszene anwesend, darunter der Generaldirektor des Naturhistorischen Museums und Leihgeber Christian Köberl, Chris Dercon, Direktor der Tate Modern in London, die Sammler Udo Brandhorst und Karlheinz Essl, sowie die Künstler Markus Schinwald, Hans Schabus und Eva Schlegel und viele andere.

Der Amerikaner Ed Ruscha (geb. 1937) ist einer der einflussreichsten Künstler unserer Zeit in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Druckkunst, Fotografie und grafische Gestaltung. Bereits 1961 besuchte Ruscha auf einer Europareise das Kunsthistorische Museum und genau fünfzig Jahre nach dieser Reise, die für seine künstlerische Entwicklung von großer Bedeutung war, wurde Ed Ruscha nun vom Kunsthistorischen Museum eingeladen, nach Wien zurückzukehren, um die Kuratoren des Hauses kennenzulernen und sich mit den Sammlungen des Hauses auseinanderzusetzen - und um schließlich aus den vielen Tausend Objekten seine "persönliche Sammlung" zu erstellen. Das Ergebnis ist eine sich auf einen Raum beschränkende Ausstellung, für die jedes Objekt von Ed Ruscha persönlich ausgesucht wurde. Das Auge des Künstlers ist der rote Faden, der die gezeigten Werke verbindet.

Der Großteil der Objekte in der Ausstellung stammt aus der Gemäldegalerie sowie aus der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums, die weltweit als die wichtigste ihrer Art gilt und die im Februar 2013 nach fast zehnjähriger Schließungs- und Bauzeit wieder eröffnet wird. Ergänzt werden diese Werke um Leihgaben aus Schloss Ambras, aus dem Naturhistorischen Museum Wien sowie aus einer Privatsammlung in den USA, welche großzügigerweise die Arbeit "Wanze" für die Ausstellung als Leihgabe zur Verfügung stellt.

Die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum ist noch bis 2. Dezember 2012 zu sehen. Parallel dazu zeigt das Kunsthaus Bregenz noch bis 14. Oktober 2012 eine monographische Ruscha-Werkschau mit dem Titel "Reading Ed Ruscha". Beide Ausstellungen zeigen zum ersten Mal Werke Ed Ruschas in Österreich, die Schau im Kunsthistorischen Museum ist dabei seine erste Ausstellung in Wien überhaupt. Sie begleitend ist ein gemeinsam mit dem Künstler gestalteter illustrierter Katalog sowie ein eigens für das Kunsthistorische Museum Wien produzierter Druck in limitierter Auflage erschienen.

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