Tumpel: Mehr Schutz für jugendliche KonsumentInnen 2

Wien (OTS) - Mehr Schutz für junge KonsumentInnen bei Alltags- und Bankgeschäften verlangt die AK anlässlich ihrer heutigen Veranstaltung Lehrling und Konsum: Freiheit oder Schuldenfalle. "Junge Menschen haben es im Konsumalltag nicht leicht", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. "Es zeigt sich oft, dass Verträge und Tarife, zum Beispiel für Handy, intransparent sind oder unrechtmäßige Klauseln lauern, zum Beispiel bei Fitnesscentern. Klar ist, dass die zahlreichen Verlockungen im Extremfall den Einstieg in die Verschuldung mit sich bringen", warnt Tumpel. Eine AK Lehrlingsumfrage zeigt, dass Lehrlinge verantwortungsvoll mit ihrem selbstverdienten Geld umgehen. Dennoch muss der Schutz jugendlicher KonsumentInnen ernst genommen werden.

"Banken, Versicherungen und Unternehmen übernehmen auch eine gesellschaftliche Verantwortung", sagt Tumpel bei der Veranstaltung. Er appelliert, "dass sie sichere, altersgerechte und leistbare Produkte und Leistungen anbieten und ihre Geschäfte mit Jugendlichen offen darlegen." Der AK Präsident fordert:

+ Klare Informationen für jugendliche BankkundInnen: Banken müssen die Jugendlichen über die Bedingungen für ein Girokonto genau informieren: im Beratungsgespräch, aber auch schriftlich. Bei den Kosten und Zinsen braucht es auch mehr Transparenz - das sollte zum Beispiel auf den Kontoauszügen stehen. Es ist nötig, dass die Banken für Jugendliche klare und strenge Standards bei der Vergabe des Überziehungsrahmens haben. Denn die AK Lehrlingsbefragung zeigt: Fast keiner der befragten Lehrlinge kennt seine Kontokonditionen.

+ Sichere Sparprodukte: Die Banken sollen Jugendlichen sichere Sparprodukte anbieten. Denn mit dem Begriff Sparen wird in der Werbung oft zu leichtfertig umgegangen. Es ist nicht alles ein reines Sparbuch oder Sparkonto - so wie es die Werbung suggeriert. Oft sind es komplizierte, teils undurchschaubare Produkte. Auch Vorsorgeprodukte von Versicherungen, die teilweise mit langen Laufzeiten verkauft werden, müssen flexibel gestaltet sein.

+ Geschäfte mit Jugendlichen offenlegen und Geschäftszahlen veröffentlichen: Banken, Versicherungen und Unternehmen sollen die Zahlen über Geschäfte mit Jugendlichen in ihren Geschäftsberichten veröffentlichen. Das würde zeigen, wie viele und welche Geschäfte mit Jugendlichen unter 18 Jahren gemacht werden.

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