AK: Das erste selbstverdiente Geld - Jugendliche gehen verantwortungsvoll damit um 1

AK Veranstaltung Lehrling und Konsum: Freiheit oder Schuldenfalle zeigt Er-gebnisse einer Lehrlingsbefragung

Wien (OTS) - Das selbstverdiente Geld der Jugendlichen sitzt gar nicht zu locker. Das zeigt eine AK Befragung von 511 Lehrlingen an den Wiener Berufsschulen. "Fast jeder Lehrling hat ein Lehrlingskonto. Auffällig: Sie legen Geld für einen Notgroschen zur Seite, viele haben sogar konkrete Sparziele", berichtet AK Konsumen-tenschützer Christian Prantner heute, Dienstag, bei der AK Veranstaltung Lehrling und Konsum: Freiheit oder Schuldenfalle.

Bei der Lehrlingsbefragung wurden 511 Lehrlinge in Wiener Berufsschulen befragt. Das Durchschnittsalter der befragten Jugendlichen lag bei rund 18 Jahren. Die meisten lernten FrisörIn, MalerIn, Elektroinstallationstechnik, MechatronikerIn, Koch/Köchin und diverse kaufmännische Berufe.

Knapp 90 Prozent der Befragten haben ein eigenes Bankkonto und eine Bankomatkar-te. Kreditkarten hingegen sind unter Lehrlingen Mangelware - nur 0,5 Prozent gaben an, eine zu besitzen. Mit der Kenntnis konkreter Kontokonditionen ist es schlecht bestellt: Nur 14 Prozent gaben an, die Konditionen ihres Kontos zu kennen. Wenige Lehrlinge machten konkrete Angaben zur Höhe der Guthabens- und Überziehungszinsen, die jedoch unrealistisch waren.

Jede/r Vierte machte Angaben zu einem vereinbarten oder stillschweigend tolerierten Überziehungsrahmen. Mehr als ein Drittel sagte, das Konto nie zu überziehen, ein Viertel selten oder manchmal. Ein Fünftel rutscht oft ins Minus und 14 Prozent sehr oft. Somit erklärten 36 Prozent der Lehrlinge mit einem Überziehungsrahmen, diesen "regelmäßig" bzw. "oft" zu überziehen.

Auffallend ist: Zwei Drittel der befragten Lehrlinge legen von ihrem verdienten Geld regelmäßig etwas zur Seite, also für einen Notgroschen auf ein Sparkonto oder ein Spar-buch. Viele davon haben ein konkretes Sparziel vor Augen: Sie sparen für die Zukunft, für eine eigene Wohnung oder für ein Auto oder Motorrad.

Bei den Krediten sind die Lehrlinge vorsichtig: Nur rund sechs Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, einen Kredit zu haben -meistens für Konsumzwecke, Wohnen, Einrichtung, Auto oder Moped. Hingegen hat jeder dritte Lehrling bereits Erfahrungen mit Mahnungen, Inkassobüros oder sogar Pfändungen gemacht.

Die Umfrage zeigt: Etwas weniger als die Hälfte der Lehrlinge (44 Prozent) erklärt, dass sie ihr Geld sehr genau einteilen. Weibliche mehr als männliche. Das Resümee aus der Befragung: Lehrlinge gehen mit Geld einigermaßen vorsichtig um.
(Forts.)

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