Berlakovich schmiedet Allianzen in Europa für Gentechnikfreiheit und für ausreichendes Agrarbudget

Arbeitsgespräch mit französischem Agrarminister Le Foll

Brüssel/Wien (OTS) - Gentechnikfreiheit und der Kampf ums Agrarbudget waren die zwei aktuellen Themen bei einem Arbeitstreffen von Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich mit seinem französischen Amtskollegen Stéphane Le Foll heute im Rahmen des Agrar-Rats in Brüssel. Österreich nimmt eine führende Rolle bei Gentechnik-Selbstbestimmung in Europa ein. Nach der Veröffentlichung einer Genmais-Studie in der vergangenen Woche ist nun europaweit Bewegung in die Debatte gekommen. Frankreichs Agrarminister Le Foll sagte "man muss das Zulassungsverfahren überarbeiten und den Mitgliedsstaaten erlauben auszuwählen, für oder gegen die GVOs zu sein." Berlakovich sieht nun die Zeit gekommen, endlich eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten für das von Österreich seit langem geforderte Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedstaaten beim GVO-Anbau zu erreichen: "Ich war immer ein großer Verfechter des Selbstbestimmungsrechtes der Mitgliedsstaaten beim GVO-Anbau. Die Selbstbestimmung ist das stärkste Instrument, um die negativen Aspekte des GVO-Anbaus zu vermeiden," so Berlakovich.

Agrarbudget: Berlakovich sucht Verbündete beim Kampf ums Geld

Bei der Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 geht es in die heiße und entscheidende Phase. Nachdem Landwirtschaftsminister Berlakovich am Samstag die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner getroffen hat, hat Berlakovich heute mit Stéphane Le Foll neuerlich einen Agrarminister eines großen EU-Mitgliedslandes als Gesprächspartner, um die Interessen der österreichischen Landwirtschaft bestmöglich zu verankern. Berlakovich geht es darum, eine ausreichende Dotierung des GAP-Budgets sicherzustellen: "Ich will die flächendeckende Landwirtschaft in Österreich erhalten. Die zweite Säule wird weiter das Herzstück der heimischen Agrarpolitik bleiben. Die Schwerpunkte sollen auch in Zukunft im Umweltprogramm, der Bergbauernförderung sowie dem Investitionsprogramm liegen. Dazu brauchen wir auch in Zukunft eine starke und gemeinsame Agrarpolitik, der auch die dafür benötigten Mittel zur Verfügung stehen. Dafür kämpfe ich in Brüssel und dafür schmiede ich Allianzen mit meinen europäischen Partnern," so Berlakovich.

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