Karlheinz Töchterle: Slowenien ist geschätzter Partner im Bereich Wissenschaft und Forschung

Wissenschafts- und Forschungsminister absolviert Arbeitsbesuch in Slowenien

Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle absolviert heute einen Arbeitsbesuch in Slowenien. Dabei trifft er in Laibach mit seinem Amtskollegen Ziga Turk zusammen. Themen des Arbeitsgesprächs sind u.a. die Zusammenarbeit beider Länder im Wissenschafts- und Forschungsbereich sowie konkrete Perspektiven über eine Fortführung und den Ausbau der gemeinsamen Aktivitäten. "Slowenien ist für uns - auch aufgrund der geographischen Nähe - ein geschätzter Partner und die Kooperationen wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut", so Töchterle. Gegenstand der Gespräche war auch eine Neuaufstellung des slowenischen Wissenschaftsinstitutes in Wien, das durch Wissenschaftsminister Töchterle sehr begrüßt wurde.

Derzeit arbeiten die beiden Länder sehr erfolgreich etwa im im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (ein Drittel der slowenischen Projekte sind mit österreichischer Beteiligung) oder TEMPUS (34 Prozent der slowenischen Projekte haben österreichische Partner), aber auch in den Programmen Erasmus und Erasmus Mundus und dem regionalen Kooperations- und Mobilitätsprogramm CEEPUS (Central European Exchange Programme for University Studies) zusammen. "Damit tragen wir dem gemeinsamen Ziel der verstärkten Mobilität von Studierenden und Lehrenden und intensiver Forschungskooperation Rechnung", betonte Töchterle. Im Rahmen des 1995 von Österreich initiierten Mobilitätsprogramms CEEPUS kamen in den vergangenen Jahren -zusätzlich zu den rund 900 slowenischen Studierenden, die regulär an österreichischen Hochschulen studieren - jährlich zwischen 20 und 30 slowenische Studierende nach Österreich.

Derzeit kooperieren sieben österreichische Universitäten mit slowenischen Institutionen. Weiters gibt es ein Abkommen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit der slowenischen Partnerorganisation. Auch im Rahmen europäischer Förderprogramme soll die Zusammenarbeit gestärkt werden. Aktuelles Beispiel sind Bestrebungen der Universität Innsbruck betreffend eine stärkere Zusammenarbeit mit Slowenien auf dem Gebiet der Alpenforschung. Diese sollen vor allem auch durch EU-Fördergelder im Rahmen des neuen EU-Forschungsrahmenprogrammes "Horizon" 2020 und Mitteln der Kohäsionspolitik finanziert werden.

Weiterer Programmpunkt des heutigen Arbeitsbesuchs in Slowenien ist ein Treffen mit dem Präsidenten des slowenischen Staatsrates, Mag. Blaz Kavcic. Thema dabei sind u.a. Forschungsaktivitäten rund um den in beiden Ländern wichtigen Bereich "Holz". Gemeinsam mit Professor Franc Pohlevc, Professor an der Biotechnischen Fakultät der Universität Ljubljana, wurden weitere Perspektiven zur Zusammenarbeit sondiert. Professor Franc Pohlevc ist Gründer des Technologischen Institutes für Holzwesen sowie Leiter der slowenischen technologischen Plattform für Holz und führendes Mitglied der Forest-Based Sector Technology Plattform (FTP). Österreich und Slowenien kooperieren im Rahmen dieser Plattform bereits jetzt sehr eng. Ebenso im Kompetenzzentrum Holz, einer Forschungseinrichtung auf den Gebieten der Holzverbundwerkstoffe und der Holzchemie, in dessen Rahmen in einem grenzüberschreitenden Netzwerk neben der Universität für Bodenkultur Wien, der Technischen Universität Wien und der Johannes Kepler Universität Linz auch die slowenischen Universitäten Laibach und Maribor im Rahmen innovativer Projekte kooperieren.

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