Bayr: "Fischereipolitik der EU muss endlich nachhaltig werden"

Bayr zum EU-Ministerrat Fischerei: Beifang bleibt ein großes Problem

Wien (OTS/SK) - Heute und morgen kommt der EU Ministerrat zu Landwirtschaft und Fischerei zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Errichtung eines neuen europäischen Fonds für die Meeres- und Fischereipolitik (EMFF). Der EMFF ist ein wichtiger Pfeiler der Reform der gemeinsamen Fischereipolitik, der 2014 bis 2020 zum Einsatz kommen soll. Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, pocht zum wiederholten Male auf eine grundlegende Reform der EU-Fischereipolitik: "Die Pläne für den neuen europäischen Fonds für die Meeres- und Fischereipolitik der EU lesen sich grün angestrichen. Es sollen keine großen Fischtrawler mehr gebaut und dafür die kleine Küstenfischerei gefördert werden. Ganz im Sinne der momentan modernen Nachhaltigkeitsdebatte. Ich fürchte aber, dass es in Wahrheit anders aussehen wird." ****

Zurzeit erlaubt die EU eine rücksichtslose Ausbeutung der Meere. "Die riesigen industriellen Fischereiflotten können gar nicht nachhaltig produzieren. Sie grasen die Meere komplett ab und produzieren bis zu 60 Prozent Beifang, der tot wieder ins Meer gekippt wird. Für die lokalen KüstenbewohnerInnen sind diese Fische natürlich verloren. Ich rufe die zuständigen Minister auf, die Prinzipien des neuen Fischereifonds tatsächlich nachhaltig auszugestalten. Das heißt, dass nur so viel Fisch gefangen werden darf, dass die Bestände nicht reduziert werden und auch noch zukünftige Generationen in den Genuss dieser Fischart kommen", betont Bayr und ergänzt: "Nachhaltig heißt auch, dass soziale und ökologische Standards eingehalten werden müssen. Den lokalen FischerInnen darf die Lebensgrundlage nicht weggefischt werden, und die Umwelt darf nicht unter den Folgen der intensiven Aquakultur leiden, um nur einige Kriterien zu nennen." (Schluss) ah/mp

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