Enquete "fit2work" - Hundstorfer: Menschen länger gesund im Erwerbsleben halten

Das Ziel: Allen Menschen die physische oder psychische Probleme haben ein dichtes Hilfsnetzwerk anbieten - "Je früher wir gegensteuern, desto besser"

Wien (OTS/SK) - Im Maßnahmenpaket "fit2work" geht es darum, auf das Problem der hohen Zahl von Invaliditätspensions-Antritten hinzuweisen, hinzuschauen und möglichst früh Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Ziel ist es, den Menschen zu helfen, damit sie länger gesund im Erwerbsleben bleiben können. Das betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Rahmen der Enquete "fit2work als ein Erfolgsfaktor für eine gesunde Arbeitswelt", die heute, Montag, in Wien stattfindet. Bis jetzt befinden bzw. befanden sich bereits rund 3.500 Menschen in "fit2work"-Maßnahmen, mit August wurde das Programm auf drei weitere Bundesländer ausgeweitet und das Ziel für die Zukunft sei, so Hundstorfer, dass in ein paar Jahren jede und jeder ein dichtes Netzwerk an Institutionen vorfindet, die bei psychischen oder psychischen Problemen Hilfe anbieten. Dabei sei klar: "Je früher wir gegensteuern, desto besser." ****

Der Sozialminister betonte, dass das Ziel, Menschen länger gesund im Erwerbsleben zu halten und somit die Zahl der Invaliditätspensionen zu verringern und damit auch das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen, "nur Step by Step erreicht werden" kann. Finnland und Holland hätten mit ähnlichen Maßnahmen ca. fünf Jahre gebraucht, bis messbare Ergebnisse eingetreten sind.

Als nächster Schritt werde nun Ende Oktober die Reform der I-Pension im Ministerrat eingebracht. "Diese wird dann noch in diesem Jahr im Nationalrat beschlossen und damit 2014 in Umsetzung gehen", erklärte der Minister. Denn bei jährlich rund 70.000 Anträgen auf Invaliditätspension könne man "nicht einfach zuschauen", sondern "man muss etwas tun, um diesen Menschen zu helfen, damit sie im Erwerbsleben bleiben können". Die Reform der Invaliditätspension werde, so Hundstorfer, "noch mehr Sensibilität" in die Thematik bringen, die Aufmerksamkeit von Gesellschaft und Wirtschaft verstärken und so die Umsetzung der Maßnahmen beschleunigen.

Klar sei nämlich, stellte der Minister klar, dass "es ohne die Wirtschaft nicht gehen" werde. Es finde zwar schon ein erfreulicher Umdenkprozess statt - einige Firmen verändern bereits ihre Arbeitsplätze/Arbeitsabläufe - aber es sei noch ein weiter Weg. Abschließend dankte der Minister allen Anwesenden für ihr Engagement für Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und appellierte an die Gäste der Enquete: "Bitte macht weiter. Es geht nur Step by Step. Aber wir dürfen in unseren gemeinsamen Anstrengungen nicht nachlassen." (Schluss) sv/mo

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