Kinderrettungswerk kritisiert Gesetzesentwurf über das Kleine Glücksspiel

Elisabeth Scheucher-Pichler: "Anstelle des längst überfälligen Ausstiegs soll der Zugang noch erleichtert werden"

Klagenfurt (OTS) - Seit Jahren weist Elisabeth Scheucher-Pichler, Vorsitzende des Kärntner Kinderrettungswerkes und Präsidentin des Hilfswerks Kärnten, auf die Gefahren im Zusammenhang mit dem Kleinen Glücksspiel hin. "Es geht ja nicht nur um Einzelpersonen. Ganze Familien sind die Leidtragenden und stehen in vielen Fällen vor dem finanziellen Ruin. Und natürlich trifft es die Schwächsten, nämlich die Kinder, am härtesten", so Scheucher-Pichler.

Das Kleine Glücksspiel sei leider oft der Beginn für die Spielsucht. Wissenschaftlich belegt sei die Tatsache, dass die schnelle Abfolge von akustischen und visuellen Signalen auf den Automaten eine Überreizung für die Sinne darstelle und damit eine besonders große Gefahr, süchtig zu werden, verbunden sei. Der besondere Kick liege in der Chance, sofort sichtbar Gewinne zu realisieren. "Wenn man einmal damit begonnen hat, will man immer mehr", warnt Scheucher-Pichler.

"Die Gesetzeslage zum Kleinen Glücksspiel ist absolut unbefriedigend", unterstreicht Scheucher-Pichler. "Das zeigt sich auch darin, dass die Zahl der Spielsüchtigen im Steigen ist . Das Abrutschen in die Kriminalität ist für viele Betroffene vorgezeichnet. Die Politik muss auch einmal den Mut haben, einen Fehler einzugestehen."

Der leichte Zugang gefährde auch die Jugend. "Wer Ja zu Kindern sagt, muss auch Verantwortung zeigen - in diesem Fall kann das nur den Ausstieg bedeuten", empört sich Scheucher-Pichler.

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