GPA-djp-Jugend erteilt Leitl-Vorstoß zu Lehrausbildung klare Absage

Statt billige Arbeitskräfte für die Wirtschaft Gleichbehandlung des BMHS-Abschlusses

Wien (OTS/ÖGB) - Die GPA-djp Jugend erteilt dem Vorstoß von WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Maturanten mit einem so genannten Praxisjahr einen Lehrabschluss anzubieten, eine klare Absage. "Der Wirtschaft geht es dabei nicht um eine sinnvolle Reform der Lehrausbildung, sondern um das billige zur Verfügung stellen von gut ausgebildeten jungen Menschen für die Wirtschaft", so der Bundesjugendsekretär der GPA-djp Helmut Gotthartsleitner.++++

"Die Wirtschaft sollte lieber jenen Jugendlichen eine Perspektive bieten, die nach dem Pflichtschulabschluss keinen Lehrplatz finden und so in die überbetriebliche Ausbildung gedrängt werden", erklärt Gotthartsleitner. Die GPA-djp Jugend fordert schon seit geraumer Zeit die Anerkennung eines Abschlusses von Berufsbildenden Mittleren oder Höheren Schulen (BMHS) als Lehrabschluss. Tausende AbsolventInnen drängen jährlich auf den Arbeitsmarkt, um als Angestellte/r oder FacharbeiterIn ins Berufsleben einzusteigen. Oft gibt es aber anstelle eines Arbeitsvertrags einen Lehrvertrag. Das führt dazu, dass immer mehr BMHS-AbsolventInnen in eine Lehre gedrängt werden, wodurch wertvolle Lehrplätze - die an anderer Stelle dringend benötigt werden - verloren gehen und die Betroffenen zudem massive Gehaltseinbußen erleiden.

"Qualifizierte junge Arbeitskräfte erhält die Wirtschaft nicht durch Lohndumping, sondern durch Anerkennung erworbener Qualifizierungen und das ausreichende zur Verfügung Stellen von Ausbildungsplätzen durch die Wirtschaft", so Gotthartsleitner.

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