ASFINAG-Erfolg: 70 Autobahn-Tankstellen und Rasthäuser haben "freiwillige" Toiletten-Gebühr abgeschafft

23 "Sündern" zeigt die ASFINAG die Gelbe Karte - nächster Schritt: Klage vor Gericht

Wien (OTS) - 70 Betreiber von Autobahn-Tankstellen und Rasthäusern haben über den Sommer die "freiwillige" Toiletten-Gebühr abgeschafft - 23 Pächter halten an diesem vertragswidrigen System noch immer fest. Das ist das Ergebnis von ASFINAG Kontrollen bei allen 152 österreichischen Autobahn-Tankstellen und Rasthäusern. "Wir bedanken uns bei all jenen, die dieses ärgerliche System abgestellt, oder erst gar nicht angewandt haben", sagt ASFINAG Vorstand Klaus Schierhackl, "für all jene, die noch immer daran festhalten, gibt's als letzte Warnung die Gelbe Karte. Das passt nicht zu unserem Verständnis von Kunden-Service, das widerspricht klar den gültigen Verträgen - wir werden das abstellen, wenn notwendig, gehen wir wieder vor Gericht!"

Zur Vorgeschichte

Die Pachtverträge mit der ASFINAG regeln einen kostenlosen und freien Zugang zu den Toilettenanlagen. Viele Tankstellen- oder Raststationsbetreiber haben deren Reinigung aber an Fremdfirmen ausgelagert, die sich ausschließlich über "Spenden" finanzierten. Beim Einforden eines "freiwilligen" Reinigungsentgelts kam es vermehrt zu Fällen von psychischem und im extremen Fall sogar physischem Druck. Die ASFINAG hat anlässlich solch inakzeptabler Praktiken gegen zwei ENI-Tankstellen geklagt und im Sommer vor Gericht Recht bekommen.

Laut Urteil widerspricht dieses offensive Spendensystem den vertraglichen Vereinbarungen, schafft eine "Zwangssituation" und ist daher einzustellen. Die ASFINAG hat daraufhin alle Pächter über diesen Umstand informiert und nach angemessener Frist sämtliche Toiletten auf das Vorhandensein eines vertragswidrigen Spendensystems kontrolliert. Nach erneuter schriftlicher Aufforderung wurden die so beanstandeten Toiletten mittlerweile ein zweites Mal kontrolliert. Die Betreiber, die jetzt immer noch am Spendensystem festhalten, erhielten nun schriftlich eine letzte Warnung, bevor die Angelegenheit wieder ein Fall für die Gerichte wird.

Bitte um "Trinkgeld" ist erlaubt - bettelndes Personal verboten

Weiterhin akzeptiert die ASFINAG Hinweisschilder, die bei Zufriedenheit um Trinkgeld bitten aber die kostenlose WC-Benutzung klarstellen. Allerdings nicht in Kombination mit Reinigungspersonal, das den WC-Eingangsbereich oder die dort gesammelten Münzen hütet. Tipp: Garantiert kostenlose und modernste Sanitäreinrichtungen findet man auf den ASFINAG-eigenen Rastplätzen.

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