Abentung: Bäuerliches Einkommen liegt deutlich unter Arbeitnehmer-Verdiensten

Angriffe der AK auf unsachlicher Basis - Brauchen modernes Einheitswertsystem

Wien, 23. September 2012 (OTS) - "Bauern und Bäuerinnen gehören durchschnittlich leider zu den schwächsten Verdienern. In der Landwirtschaft gab es 2009 ein dickes Minus von 28 Prozent, das erst 3 Jahre annähernd ausgeglichen werden konnte. Im Gegensatz dazu steigen Einkommen bei Arbeitnehmern Jahr für Jahr linear an", entgegnet Bauernbund-Direktor Johannes Abentung einer heute verlautbarten Unterstellung der AK, wonach das landwirtschaftliche Einkommen im Vorjahr gestiegen sei. Wer von Bauerneinkommen rede, wie AK-Direktor Werner Muhm, müsse immer auf den mehrjährigen Durchrechnungszeitraum schauen. Wegen dem heuer zu erwartenden Ernteminus zeigt der Ergebnispfeil 2012 auch schon wieder nach unten, relativiert der Bauernbund-Direktor das Plus aus dem Vorjahr 2011. Demnach lag das Durchschnittseinkommen je landwirtschaftlicher Arbeitskraft bei 23.485 Euro, das der Arbeitnehmer bei 24.500 Euro. "Bauern verdienen damit weniger als unselbständige Arbeiternehmer", stellte Abentung zum Thema Einkommensunterschied richtig.

SPÖ muss der Reform des Einheitswertsystems nur noch zustimmen

"Außerdem schlagen neben jährlichen Schwankungen der Ernteergebnisse und der Volatilität der Märkte auch gestiegene Dünger- und Futtermittelpreise sowie teure Energiekosten negativ zu Buche", sagte Abentung. In Zahlen: Die Rohstoffkosten im land- und forstwirtschaftlichen Betrieb haben sich 2011 um 8 Prozent verteuert. Die AK-Einkommensrechnung sei damit eine "plakative und einseitige Schwarz-Weiß-Rechnung". Arbeitnehmer als unselbständige Erwerbstätige seien mit selbständigen Landwirten, die unternehmerisches Risiko tragen "absolut nicht vergleichbar und einzig parteipolitisch motiviert". Das sehe man daran, dass ständig nach "Gerechtigkeit gerufen wird, aber noch kein Arbeiterkämmerer, dazu aufgerufen hat, den Bauern eine 'gerechte' Entschädigung für eine vernichtete Ernte zukommen zu lassen", stellte Abentung fest.
Was die kleineren Bauern jetzt dringend brauchen, ist eine Reform des Einheitswertsystems. In den Verhandlungen mit der SPÖ wurde bereits signalisiert, dass man sowohl über die Hektargrenze als auch über den Vollpauschalierungssatz reden könne. "Hier ist nichts in Stein gemeißelt, wir haben dem Koalitionspartner schon längst Vorschläge für eine Modernisierung des Systems vorgelegt. Die SPÖ hat unsere Vorschläge zur Reform des Systems auf dem Tisch liegen. Wenn sie ein modernes, angepasstes System will, das die Besteuerung der Landwirtschaft gerechter macht, dann muss sie nur noch zustimmen", gehen für Bauernbund-Direktor Abentung die jüngsten AK-Vorwürfe ins Leere.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Andrea Salzburger
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Bauernbund Österreich
Brucknerstraße 6/3, A - 1040 Wien
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28
Mobil: +43 699 1810 1805
Fax: +43 1 505 81 73 - 9928
E-Mail: a.salzburger@bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0002