Berlakovich: Sicherung der Ernährungsvorsorge hat oberste Priorität

Treffen mit deutscher Landwirtschaftsministerin Aigner in München

München (OTS) - Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich ist heute in München beim Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest im Rahmen eines agrarpolitischen Fachpodiums "Landwirtschaft in der Gesellschaft:
Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt" mit der deutschen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zusammengetroffen. Hauptthemen waren Lebensmittel und Ernährung. Die Weltbevölkerung wird bis zum Jahr 2050 auf über neun Milliarden anwachsen. Die Nachfrage nach Lebensmitteln in den Schwellenländer, allen voran China, Indien und Brasilien, steigt durch veränderte Ernährungsgewohnheiten. Landwirtschaftsminister Berlakovich dazu: "Deshalb muss die Sicherung der Ernährungsvorsorge oberste Priorität in der Europäischen Landwirtschaftspolitik haben. Es gilt, nicht nur ausreichende und leistbare Lebensmittel für die EU-Bevölkerung sicher zu stellen, sondern auch eine ethische Verpflichtung zur Unterstützung der Ernährungssicherheit im globalen Kontext. Ein weltweiter Lösungsansatz benötigt zudem Investitionen in landwirtschaftliche Forschung, Technologie und Know-How - nicht nur in der EU, sondern auch in den Entwicklungsländern."

Dazu bedarf es vor allem Verbesserungen in der Landwirtschaft und der Verwaltung natürlicher Ressourcen. Darum hat Berlakovich die Initiative "Lebensmittel sind kost-bar!" gestartet. Hier wird in enger Kooperation mit der Wirtschaft, den Konsumentinnen und Konsumenten, den Gemeinden und mit sozialen Einrichtungen versucht, eine nachhaltige Vermeidung und Verringerung von Lebensmittelabfällen herbeizuführen. "Die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören dorthin. In Österreich landen jährlich zumindest 96.000 Tonnen an verpackten und unverpackten Lebensmitteln im Restmüll", so Berlakovich. Pro Haushalt und Jahr werden Nahrungsmittel im Wert von durchschnittlich rund 300 Euro weggeworfen.
Der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln - im Haushalt ebenso wie in der Lebensmittelproduktion, im Handel und in der Gastronomie - ist nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus gesellschaftlichen Überlegungen dringend notwendig.

Das Lebensministerium verstärkt zudem das Engagement für nachhaltiges Einkaufen: Aktuell läuft die Initiative "Bewusst kaufen in Aktion" im Lebensmittelhandel. Während des Aktionsmonats von 1. bis 30. September 2012 werden kontrollierte, zertifizierte Produkte durch die grüne Marke "Das bringt s nachhaltig" gekennzeichnet. Dabei stehen Produkte mit öko-sozialem Mehrwert im Fokus.

Zudem ist es wesentlich, dass die Bäuerinnen und Bauern ihre Betriebe unternehmerisch führen. Berlakovich: "Unternehmerisches Denken und Handeln am eigenen Betrieb ist die Basis für eine nachhaltige Landwirtschaft, die auch den nächsten Generationen offensteht. Nur wettbewerbsfähige Betriebe die innovativ arbeiten, werden den steigenden Ansprüchen und Herausforderungen gewachsen sein. Ziel muss es sein, dass die Betriebe nicht nur leistungsfähiger werden, sondern auch mehr Wertschöpfung erzielen".

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