"profil": Schlacke im Straßenbau als Problemstoff

Asfinag stoppt Verwendung wegen rechtlicher Bedenken

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe unter Zitierung von neuen Untersuchungen berichtet, will der Umweltdachverband Österreichs die Verwendung von schwermetallbelasteter Schlacke aus der Stahlproduktion für den Straßenbau aus Sorge um schädliche Einflüsse auf Umwelt und Gesundheit stoppen. "Die Beimengung von Hochofenschlacke mit dem höchst krebserregenden Chrom in den Asphalt bringt eine noch nie dagewesene flächendeckende Vergiftung Österreichs", erklärt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbands. "Unter dem Deckmantel Ressourceneffizienz werden mit Schwermetallen belastete Abfälle österreichweit auf den Straßen verteilt", kritisiert der Umweltdachverband in einem neuen Bericht.

Die voestalpine und auch das Lebensministerium halten die Verwendung von Schlacke dagegen für unbedenklich. Vor Kurzem hat aber die Autobahn-Finanzierungsgesellschaft Asfinag die Verwendung von Schlacke bis auf Weiteres abgebrochen. Sie will eine neue Verordnung des Lebensministeriums über Recycling-Stoffe abwarten. Noch sei unsicher, ob Schlacke bei Abtragung einer Straßendecke wiederverwendet werden darf oder teuer deponiert werden muss, so ein Asfinag-Experte gegenüber "profil".

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