Kardinal Schönborn zur Bioethikdebatte: Kindeswohl an erster Stelle

Wien (OTS) - PEW (21.9.2012) Zur heutigen Pressekonferenz der Bioethikkommission erklärte der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn: "Dass die Bioethikkommission uneins ist, zeigt, wie tief die hier behandelten Fragen gehen. In Fragen der Menschenwürde ist es ein guter Weg, sich an den Schwächsten zu orientieren. Deshalb plädiere ich dafür, an erste Stelle der Überlegungen das Kindeswohl und das Prinzip zu setzen, dass Menschenleben nicht verzweckt werden dürfen. Das Schlagwort vom, Recht auf ein Kind darf sich nicht gegen das Kind richten. Geht es ernsthaft um das Kindeswohl, muss man vom Recht des Kindes auf Vater und Mutter sprechen, das nicht von vornherein ausgehebelt werden darf und das Eizellspende aber auch Samenzellspende und IVF für gleichgeschlechtliche Paare und alleinstehende Personen ausschließt."

Kardinal Schönborn abschließend: "Der Gesetzgeber hatte schwere Bedenken, die ihn dazu gebracht haben, nicht alles Machbare in der Fortpflanzungsmedizin zuzulassen, und an diesen Bedenken hat sich nichts geändert. Ich hoffe, die Politiker nehmen diese Bedenken auch künftig ernst und halten den bestehenden gesetzlichen Schutz des Kindeswohls und der Menschenwürde aufrecht."

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