Verknappung der Uni Budgets machen Leistungsvereinbarungen zur Farce

Grünewald ermuntert RektorInnen zum Protest

Wien (OTS) - "Die den RektorInnen vor einer Woche übermittelten Rahmenbudgets für die abzuschließenden Leistungsvereinbarungen stehen in massivem Kontrast zu den von den Universitäten erwarteten Leistungen. Man muss schon blind und taub sein, diesen offensichtlichen Widerspruch im Ministerium nicht zu erkennen" ärgert sich Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, über dieses konsequent ignorante Wegsehen von Problemen des Bundesministers Töchterle.
"Zuerst wischt man alle Bedenken und jede Kritik der Opposition als bloße Polemik vom Tisch und nun wird man alle Rektorinnen und Rektoren der Panikmache bezichtigen. Diese Taktik ist durchschaubar, aber die Realität universitärer Finanznot nicht wahrzunehmen ist einem Ressort, das sich Wissenschaft und Forschung verpflichtet fühlen sollte, nicht würdig. Vieles erinnert mich hier an das Abwürgen des Untersuchungsausschusses. Man will die Wahrheit einfach nicht sehen" analysiert Grünewald die derzeitige hochschulpolitische Situation.
Man ermuntert Universitäten sich zu überlegen, Studienrichtungen für einige Semester auszusetzen, zum Beispiel Psychologie, wünscht sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs eine strikte Begrenzung von Leistungsverträgen und raubt hier jungen ForscherInnen Perspektiven. Die Uni Milliarde entpuppt sich bei näherem Hinsehen als PR Aktion und vom im Regierungsübereinkommen Budgetpfad 2 % des BIP für den tertiären Bildungssektor zu verwenden sind wir meilenweit entfernt" empört sich Grünewald über laufend gebrochene Versprechungen. Grünewald fürchtet Personaleinsparungen und das Aufreißen von Innovationslücken an den Unis, die nicht so rasch wieder geschlossen werden können und somit nachhaltigen Schaden heraufbeschwören. "Dass BM Töchterle noch bis Jahresende dem Land Tirol 145 Millionen Euro für den Klinischen Mehraufwand bezahlen will schießt den Vogel endgültig ab. Woher kommt dieses Geld und wird der Klinische Mehraufwand seriös berechnet, wird er für Lehre und Forschung verwendet? Diese Fragen wurden nicht seriös geklärt, obwohl vom Ministerium beauftragte Gutachten dies dringlich fordern würden" wundert sich Grünewald.
Ich kann die Enttäuschung und den Ärger der UNIKO mehr als verstehen und ersuche dringlichst schärfer auf ein Verhandeln auf Augenhöhe zu bestehen", schließt Grünewald.

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