FP-Guggenbichler: Ziesel-Ausgleichsflächen einziger Fleckerlteppich

Geschützte Tiere müssen in gewohntem Lebensraum bleiben

Wien (OTS/fpd) - Als völlig ungeeignet und nicht tierschutzkonform bezeichnet heute der Umweltsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Udo Guggenbichler die jüngst bekannt gegebenen Ausgleichsflächen für die geschützten Ziesel, die - geht es nach SPÖ und Grünen - einem Monsterbau am Areal des Heeresspitals weichen sollen. Nicht nur, dass eine zwangsweise Absiedelung sowie die unumgängliche Trennung von der Stammpopulation die Zahl der Tiere massiv verkleinern würde, kämen die vorgesehenen Flächen einem Fleckerlteppich gleich und seien zudem alles andere als gewohnter Lebensraum.

Als Steppentiere bekannt bevorzugen Ziesel nämlich flache, offene Wiesen. Jene insgesamt sechs Gebiete wären jedoch zum Gutteil von Büschen und Hecken übersät, was bedeutet, dass diese für die Ziesel abgeholzt werden müssten. Auch die Rodung des erst 2007 angelegten Jungbürgerwaldes stehe somit bevor, befürchtet Guggenbichler.

Schlussendlich sei die Umsiedelung, die grundsätzlich Jahre dauern würde, insbesondere deshalb überaus problematisch, weil die Ziesel den Marchfeldkanal nur über eine Brücke queren könnten, was sie nachweislich noch nie getan hätten. So oder so verstoße das Vorhaben, einen riesigen Gebäudeblock von 900 Wohnungen nahe dem Marchfeldkanal zu bauen, jedenfalls gegen EU-Recht, weil der Lebensraum der geschützten Ziesel erhalten bleiben muss, solange sie dort angesiedelt sind. Daher sei es jetzt mehr denn je an SP-Tierschutzstadträtin Sima, hier endlich ein Machtwort zu sprechen, damit die geschützten Ziesel, die im Übrigen ohnehin auf Platz 1 der roten Liste stünden, nicht dem Monsterbau weichen müssen, sondern der Monsterbau dem Tierschutz, fordert Guggenbichler abschließend. (Schluss) hn

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