Silhavy fordert für Beschäftigte im Tourismus gerechte Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg der Branche

Wien (OTS/SK) - "Der Tourismus hat sich als absolut krisensichere Branche erwiesen, nicht nur was den wirtschaftlichen Erfolg betrifft, sondern es ist auch ein bemerkenswerter Beschäftigungsanstieg zu verzeichnen. Allerdings profitieren die Beschäftigten nicht vom wirtschaftlichen Erfolg, sondern es sinkt die Arbeitszufriedenheit und Stimmung zunehmend, wie aus dem Bericht zur Lage der Tourismus-und Freizeitwirtschaft in Österreich 2011 hervorgeht", erklärte SPÖ-Tourismussprecherin Heidrun Silhavy am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Seit 2008, also seit Ausbruch der Krise, sei eine deutlich sinkende Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten im Tourismus zu konstatieren. Bis zum Jahr 2008 lag die Gesamtzufriedenheit trotz fehlender Arbeitsperspektiven der meisten Beschäftigten und niedriger Gehälter auf dem Niveau anderer Branchen. "Die Beschäftigten im Tourismus haben die Krise sehr wohl gespürt. Die Löhne und Gehälter halten mit den steigenden Anforderungen nicht Schritt, nur 27 Prozent der Beschäftigten gaben an, dass ihr Einkommen derzeit noch existenzsichernd ist - im Jahr 2007 waren es noch 43 Prozent", so Silhavy.

Weiters hielt Silhavy fest, dass im Tourismus kurze Beschäftigungsdauern und Teilzeitbeschäftigungen im Ausmaß von wenigen Stunden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Auch sei der Großteil der Führungskräfte immer noch männlich, trotz eines hohen Frauenanteils der Branche. "Wenn ein Drittel der Beschäftigten einen Berufswechsel anstrebt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass die Arbeitsbedingungen rasch verbessert werden müssen", betont die SPÖ-Tourismussprecherin und weist auf das Positivbeispiel der Wiener Hotellerie hin, wo sich unter anderem die Sozialpartner auf ein modernes Lohn- und Gehaltsschema geeinigt haben, das einen Mindestlohn von 1350 Euro vorsieht. (Schluss) mo/sl/mp

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