Rädler: Deutsch vor Schuleintritt schafft Chancengleichheit

Schieflage im Bildungssystem - doppelt so viele Migranten in Sonderschulen als in Regelschulen

Wien, 21. September 2012 (ÖVP-PK) "Deutsch vor Schuleintritt schafft Chancengleichheit für alle Kinder", fasst ÖVP-Integrationssprecher Johann Rädler die Position der ÖVP zu einem verpflichtenden Deutschunterricht für Kinder mit Sprachdefiziten im Vorschulalter zusammen. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist in den Sonderschulen immerhin doppelt so hoch als in den Regelschulen. "Hier haben wir eine Schieflage im Bildungssystem, die wir mit dem Vorschlag von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz korrigieren können. Denn es dürfte wohl jedem klar sein, dass kein Zusammenhang zwischen der Herkunft und dem sonderpädagogischen Bedarf besteht. Mangelnde Deutschkenntnisse sind die Wurzel des Problems", so Rädler. Fakt ist: 60 Prozent der Kinder nicht-deutscher Muttersprache haben bei Schuleintritt keine ausreichenden Kenntnisse der
Unterrichtssprache. Die Folge ist, dass 8.000 Kinder jährlich die Schule abbrechen, Kinder nicht-deutscher Muttersprache sind davon vier Mal so oft betroffen. ****

Derzeit spielen bei der Feststellung der Schulreife die Deutschkenntnisse keine Rolle. "Wer die Unterrichtssprache nicht beherrscht, muss vor Schuleintritt die Möglichkeit haben, sie zu erlernen. Die Schulreife sollte über die Deutschkenntnisse führen", so der ÖVP-Integrationssprecher, und abschließend: "Alle Kinder müssen von Anfang an auf ihrem Bildungsweg die gleichen Chancen haben. Nicht die Herkunft, sondern ausschließlich Leistung und Talent dürfen über den Bildungserfolg entscheiden. Das will die ÖVP sicherstellen".

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