FP-Frigo zu Multifunktionär Wagner: Kaputtsparen der Rettung wird schöngeredet!

Drastische Personalknappheit - 96-Wochenstunden-Dienste und bald 3.000 nicht konsumierte Freischichten sind Realität

Wien (OTS/fpd) - "Der mit Funktionen offenbar überforderte rote Vorsitzende des Betriebsrats und Aufsichtsrat der ÖBV, Kommerzialrat, Arbeiterkammerrat, Gemeinderat Kurt Wagner dürfte in Sachen Berufsrettung den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen", erklärt Wiens FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo in einer Replik auf Wagners gestrige rote Schönrederei in einer Presseaussendung.

Die Anschaffung der 17 neuen Rettungswagen für das Jahr 2013 diene lediglich zum Austausch jener Fahrzeuge, deren Kilometerstand astronomische Höhen erreicht habe. "Und wenn überhaupt, was nützen mehr Fahrzeuge, wenn das Personal nicht aufgestockt wird? In keinem einzigen Satz wies Wagner auf den Personalnotstand hin", so Frigo, "die Folge ist, dass ein Rettungswagen pro 24-Stunden-Dienst bis zu 16 Mal ausrücken muss, weil eben zu wenig Personal und nicht genug Fahrzeuge verfügbar sind. Weitere Folge des Personalnotstands ist, dass die Mitarbeiter ihre freien Tage, sogenannte Freischichten - 40 pro Jahr zusätzlich zum gesetzlichen Urlaub - nicht konsumieren können und wienweit bald die 3.000er-Marke erreicht wird. Das ist unmenschlich!"

Er hält ausdrücklich fest, dass die Mitarbeiter der Wiener Berufsrettung hervorragende Arbeit leisten und über medizinische Ausrüstung am Höchststand verfügen. Die Investition von 300.000 Euro für das Nachfolgemodell der Defibrillatoren sei logisch. Dennoch hält Frigo fest, dass dies am Personalmangel nichts ändere.

Auch mit einer Umstellung der Dienstformen bleibe der Fahrzeug- und Personalmangel gleich. Die Mitarbeiter seien übrigens nicht grundsätzlich gegen den 24-Stundendienst, gäbe es mehr Personal, mehr Rettungswägen, damit sich die Last der Einsätze aufteilt und die Mitarbeiter regelmäßig ihr Freischichten konsumieren können. Derzeit allerdings kann nie ausgeschlossen werden, dass die Fahrzeuge überlastet und für einen Einsatz nicht frei sind. Abschließend rät Frigo dem roten Multifunktionär: "Herr Wagner möge sich nicht bei der Chefetage der MA 70 schlau machen, sondern eher das Fahrpersonal befragen. Dann würde er auch zu hören bekommen, dass Mittagsmahlzeiten zwischen vier und fünf Uhr am Abend keine Seltenheit sind!" (Schluss)

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