Bundeskanzler Faymann: "Ich zähle auf die Unterstützung der Industrie für weitere Reformschritte"

Empfang anlässlich des Tags der Industrie 2012

Wien (OTS) - "Europa wäre ohne Industrie ein armer Kontinent. Mit Tourismus und Dienstleistungen alleine wäre man weder wettbewerbsfähig, noch hätte man die Kaufkraft und die Lebensbedingungen, die wir uns für Europa wünschen", sprach Bundeskanzler Faymann beim Empfang anlässlich des "Tags der Industrie" der Industriellenvereinigung gestern, Donnerstag, im Kursalon Wien. "Den politisch Verantwortlichen in Europa muss es klar sein, dass die Industrie gute Rahmenbedingungen braucht, um wettbewerbsfähig zu sein. Unterstützend dazu hat die Politik verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Das gilt es daher gewissenhaft auszudiskutieren", so Faymann.

"Um die Facharbeiterausbildung beneiden uns beispielsweise viele Länder. Ausbildung und Bildung sind als Maßnahmen gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa notwendig. Die Bundesregierung hat bereits engagierte Programme zur Ausweitung von Ganztagsschulen und im Bereich der Neuen Mittelschule beschlossen. Hier sind aber noch weitere Schritte notwendig, um zu den besten Ländern aufzuschließen. Die jungen Menschen sind so vorzubereiten, dass sie den Anforderungen von morgen entsprechen können. Daher ist die Politik in diesen Bereichen bemüht, so viel wie möglich an Investitionen freizumachen. Für die weiteren Reformschritte zähle ich auch auf Ihre Unterstützung", sagt der Bundeskanzler vor rund der Einladung der IV gefolgten 800 Besuchern, Spitzenkräften und Meinungsbildnern aus Wirtschaft, Politik und Medien.

"Die Entwicklung der Demokratie in Europa hängt davon ab, ob die Menschen, die auf diesem Kontinent leben, auch das Gefühl der Fairness verspüren. Dabei gilt es auch jene Bereiche zu regulieren, die sich von der Realwirtschaft entfernt haben. Wir müssen Mittel durch verschiedene Maßnahmen herein bekommen, um sinnvoll in die Zukunft Europas investieren zu können. Denn ohne Investitionen können wir die Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen, kann auch keine Verteilung erfolgen", erläuterte Bundeskanzler Faymann.

"Das Bekenntnis zu einem demokratischen Europa, das stark genug ist, den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufrecht zu erhalten, ist unverzichtbar. In gemeinsamer Anstrengung sind wir am besten für dieses Land tätig. Die Voraussetzungen in Österreich sind gut - man muss aber daran arbeiten, dass sie auch weiterhin für unser Land gegeben bleiben", so Bundeskanzler Faymann abschließend.

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