Blecha: Wo sind die Jobs für längeres Arbeiten?

Staatszuschuss "bereinigen"

Wien (OTS) - "Ich frage alle, die ständig von einer Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters reden: Wo sind die dafür notwendigen Jobs?", erklärt heute Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha zur aktuellen Pensionsdebatte.

Für Blecha steht fest, dass "weniger am Pensionssystem und mehr in der Arbeitswelt reformiert gehört". Blecha: "Wir brauchen altersgerechte Jobs, damit längeres Arbeiten überhaupt möglich ist. Was bringt ein gesetzliches Pensionsalter von 67 oder noch höher, wenn es heute nicht einmal möglich ist, bis 60 zu arbeiten, weil man von den Betrieben in die Pension abgeschoben wird!" Im Übrigen hält Blecha fest: "Arbeiten über 65 hinaus ist ja theoretisch möglich, wird sogar mit einer höheren Pension belohnt. Man soll nicht so tun, als wäre das verboten."

Einmal mehr fordert Blecha "wirksame und abschreckende Maßnahmen für Betriebe, die ältere Dienstnehmer frühzeitig aus dem Job mobben und in die Frühpension drängen. " Diese Betriebe sollen nach dem Verursacherprinzip die Kosten der Arbeitslosigkeit bzw. der Frühpension zahlen. Dann werden sie es sich überlegen", argumentiert Blecha.

Staatszuschuss zu Pensionen von Fremdlasten befreien

Bei der größten Gruppe - den Arbeitern und Angestellten - sind die Pensionsleistungen über 90 % durch Beiträge gedeckt. Das heißt, der Staatszuschuss ist überschaubar und vor allem leistbar. "Alles andere, das unter "Pensionsaufwand" zu dramatischen Szenarien von selbsternannten Pensionsexperten schwarzgemalt wird, sind Schummelzahlen, die nur darauf abzielen, die Menschen zu verunsichern und die Pensionisten zu Sündenböcken zu stempeln. Und das lasse ich nicht zu!", kündigt Blecha an, auf Euro und Cent den Staatszuschuss genau zu analysieren und von Fremdlasten zu befreien. "Ausgleichzulagen sind Armutsbekämpfung und keine Pensionsleistung. Rehabilitation der Unter-50-Jährigen sind Gesundheitsmaßnahmen und keine Pensionsleistungen. Ersatzzeiten für Präsenz- und Zivildiener sind keine Pensionsleistungen. Beamten-Ruhegenüsse gehören in die Hoheitsverwaltung, aber doch nicht ins Pensionssystem, zumal ja dorthin auch keine Arbeitgeberbeiträge des Staates fließen", zählt Blecha nur einige "systemfremde" Posten auf, die alle unter Pensionsaufwand gerechnet werden, damit aber überhaupt nichts zu tun haben.

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